WordPress installieren: Ultimatives Tutorial

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten, 31 Sekunden

WordPress ist das weltweit am meisten genutzte System für Webseiten, Blogs, Webshops und Webpräsenzen aller Art. Die Installation ist an sich einfach, wenn man die Grundlagen kennt. Mit diesem Artikel kann jeder ein Blog erstellen.

wordpress installieren

Vorneweg: Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine WordPress Webseite, ein Blog oder einen Webshop auf Basis von WordPress zu installieren. Alle werden in diesem Artikel beschrieben. Der Folgebeitrag zeigt, wie man seine Webpräsenz für den reibungslosen Betrieb optimiert.

Grundlagen

Es ist wichtig zu verstehen, was zum Aufsetzen und Konfigurieren einer WordPress Website oder zum Erstellen eines Blogs benötigt wird. Vor allem wichtig zu wissen für alle, die noch nie so ein System selbst installiert haben.

Folgende Komponenten sind wichtig:

  1. Die Installationsdateien für WordPress
  2. Webspace bzw. Speicherplatz
  3. MySQL Datenbank
  4. Lauffähige PHP Umgebung
  5. Zugriffsmöglichkeit auf den Webspace und eine Domain

Der erste Punkt ist schnell erledigt, aber für den nachfolgend beschriebenen einfachsten Weg gar nicht erforderlich!

Der einfachste Weg: Installer vom Provider

Die bekannten Webhoster wie Alfahosting, eins und eins, Strato, Mittwald und All-inkl bieten allesamt webbasierte Installationroutinen an, um WordPress auf die einfachste denkbare Weise in den Betrieb zu nehmen.
Ich empfehle den technisch weniger versierten Usern unbedingt, diesen Weg einzuschlagen. Das bedeutet, man besucht einen der folgenden Links und bucht sich einen Webspace, der WordPress unterstützt. Hier die Übersicht samt geeigneter Tarife mit entsprechender Domäne:

In diesen Tarifen ist natürlich mindestens eine Domäne (=Internetadresse, also so etwas wie www.erfolgsrezepte-online.de) enthalten, bei All-Inkl gibt es sogar drei Domänen.
Ebenfalls enthalten alle diese Pakete die nötigen Voraussetzungen, um WordPress startklar zu machen. Man muss sich dank der von den Providern jeweils angebotenen Installationsroutinen keine Sorgen um die Technik machen.

Bist Du unsicher, welchen der Webprovider Du wählen solltest, dann empfehle ich den Testbericht als Entscheidungshilfe. Soll es gleich ein dedizierter Server sein, dann sind die Infos zum Server Hosting richtig.

Hast Du Dich für diesen einfachsten Weg entschieden, dann hilft Dir die folgende Anleitung, mit einem sogenannten One Click Installer Deine Webseite aufzubauen. Eigentlich brauchst Du keine Anleitung dafür, aber ein paar Fallstricke gibt es dennoch, vor allem für unerfahrene Webmaster oder technisch weniger versierte.

Webspace schon vorhanden

Falls Du bereits einen Webspace besitzt, dann kannst Du für die o.g. Webhoster natürlich ebenfalls den One Click Installer für WordPress verwenden. Eine Anleitung für All-Inkl zeigt, wie einfach das geht. Nicht zu empfehlen ist ein Hosting über wordpress.de, denn das ist kein wirklicher Service Provider, sondern nur eine sehr abgespeckte Version für Arme!

Web Paket ohne Installer

Die ganz kleinen Tarife der Webprovider enthalten oft keine Möglichkeit, WordPress mal eben schnell online zu installieren. Das hat auch einen Grund: Derartige Pakete eignen sich kaum dafür, ein Content Management System (CMS) vernünftig rund laufen zu lassen.
Du benötigst mindestens 100 Megabyte freien online Speicherplatz, damit es überhaupt Sinn macht, darüber nachzudenken, WordPress einzurichten.

Technische Voraussetzungen

Mittlerweile unterstützen quasi alle Webhoster PHP und MySQL in Ihren Webpaketen. Das komplizierteste ist, eine MySQL Datenbank einzurichten. Das Prozedere unterscheidet sich je nach Provider, das Grundprinzip ist aber dasselbe:
Du rufst den Kundenbereich Deines Hosters auf, loggst Dich ein und navigierst zum Menüpunkt, der für Datenbanken zuständig ist. Dort kannst Du dann eine MySQL Datenbank für WordPress einrichten.

Admin-Oberfläche

Die Links zu den Kundenbereichen der wichtigsten Anbieter findet man hier:

  • Alfahosting: Rechts oben der grüne Button Kundencenter
  • All-inkl: Rechts oben der Button Kundenlogin
  • eins und eins: rechts oben in der Ecke der Button Login
  • Strato: das gleiche wie bei 1&1
  • Mittwald: Rechts oben im Menü der Link Login

Dort findest Du recht schnell den Menüpunkt für die Verwaltung der Datenbanken. Siehst Du dort, dass schon eine vorhanden ist, umso besser.
Du benötigst folgenden Informationen über die MySQL-Datenbank, um WordPress später darauf installieren zu können:

  1. Name der Datenbank
  2. Datenbank-User bzw. Benutzername
  3. Passwort für diesen User
  4. Serveradresse der Datenbank, auch als Hostname bezeichnet

Normalerweise siehst Du im Browser im Kundenbereich all diese Informationen. Wenn das Passwort nicht sichtbar ist, kannst Du ein neues vergeben (aber nur, falls keine andere Anwendung die bestehende Datenbank verwendet –> bist Du unsicher, dann auf jeden Fall eine neue Datenbank anlegen, dabei kannst Du auch ein Passwort vergeben).
Das Passwort sollte sicher sein, also Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Bei den Sonderzeichen wäre ich aber vorsichtig. Den Punkt und das Komma, das Gatter oder das Minus- oder Pluszeichen kann man verwenden, ohne Unverträglichkeiten befürchten zu müssen. Mit Anführungszeichen oder Fragezeichen etwa haben manche Systeme allerdings Probleme.

Der Hostname (=Server, wo die Datenbank läuft) ist normalerweise auch in den Einstellungen zu finden. Bei eins und eins ist das auf jeden Fall so.
Für All-inkl ist localhost zu verwenden, ebenso für Alfahosting, One.com und Hosteurope.
Für Strato lautet der Hostname rdbms.strato.de (bei Dedicated Servern allerdings so wie der Server selbst).
Für eins und eins setzt sich der Hostname aus Datenbankname und dem Postfix .db.1and1.com zusammen, beispielsweise db590975900.db.1and1.com wenn die Datenbank db590975900 heisst.
Dem gleichen Prinzip folgt die Benennung bei Mittwald, also beispielsweise db590975900.mydbserver.com

Download von WordPress

Als nächstes holt man sich die Dateien zur WordPress Installations per kostenlosem Download und zwar in deutscher Sprache.
Nun muss man das per Download erhaltene ZIP File lokal auf die Festplatte entpacken und danach per FTP auf seinen Webspace hochladen. Die FTP-Zugangsdaten findet man wieder im Kundenbereich seines Providers.
Als FTP-Client eignet sich beispielsweise der freie Filezilla.

FTP Upload

Am besten legt man per FTP in seinem Webspace einen neuen Unterordner ein, den man beliebig nennen kann, etwa blog. In dieses neue Unterverzeichnis kopiert man manuell die o.g. entpackten WordPress-Dateien aus der ZIP Datei.

Ist das Kopieren abgeschlossen, ruft man in einem Browser (etwa Firefox oder Internet Explorer) die folgende Adresse auf:
http://www.deine-domaene.de/dein-unterverzeichnis/

Den Bestandteil deine-domaene.de ersetzt Du durch Deine Internetadresse, die Du bei Deinem Provider reserviert hast. Und dein-unterverzeichnis ist das eben neu angelegte Verzeichnis, das ich beispielhaft blog genannt hatte.

Nach Aufruf dieser URL startet der Wizard von WordPress, der einen nach den Zugangsdaten für die Datenbank fragt, die ich oben diskutiert habe.
Der Rest geht mehr oder weniger von alleine. Man muss nur noch wenige Angaben machen, wie etwa den Titel der Seite (kann man später ändern, genau wie die folgenden Angaben). Außerdem muss man eine Mailadresse für den Admin sowie einen Benutzernamen und ein Passwort für den Zugang zur Admin-Oberfläche des CMS wählen.

Die eigene Webseite anpassen

Ist die Installation fertig, landet man im Dashboard von WordPress. Dort kann man alle möglichen Einstellungen vornehmen, insbesondere ein anderes Theme wählen, um das Aussehen der Webseite individuell anzupassen. Das empfehle ich auch, denn wer will schon einen Standard-Look haben, den jeder verwendet. Außerdem können Erweiterungen, die Plugins heissen, runtergeladen und aktiviert werden. Hierzu habe ich einige Empfehlungen, die viel Sucharbeit ersparen.

Möchtest Du Dich später mal erneut als Administrator an Deinem WordPress Blog oder Webshop anmelden, dann rufe einfach Deine Domain auf und hänge am Ende /wp-admin dran. Benötigst Du weitere Hilfe, dann ist meine Anleitung für das Login das richtige. Im zweiten Teil dieser Beitragsserie wird beschrieben, wie man sein Blog optimiert.

Der eigenen Kreativität sind nun keine Grenzen mehr gesetzt. Hier auf ERFOLGSREZEPTE ONLINE gibt es viele weitere Tipps & Anleitungen für WordPress. Übrigens hat ein selbst betriebenes Blog zahlreiche Vorteile gegenüber vorgefertigten Systemen wie Blogspot. Bevor man also darüber nachdenkt, einen Blogspot zu erstellen, sollte man lieber sein eigener Webmaster werden! So bleibt einem die volle Kontrolle und maximale Flexibilität. Insbesondere wichtig, wenn es um das Thema Suchmaschinenoptimierung geht.

Wer ein Nachschlagewerk braucht, dem seien ein paar gute Bücher ans Herz gelegt.

Viel Spaß und viel Erfolg!
PS: Möchtest Du WordPress lokal auf Deinem Rechner einrichten, dann solltest Du technisch versiert sein.


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Der Autor ist Diplom-Informatiker und hat neben seinem Beruf als Organisationsberater zum Doktoringenieur promoviert. Er besitzt 30 Jahre Erfahrung im IT-Bereich (Software-Lösungen, Apps, Web, Online-Marketing, IT-Beratung) ist mehrfacher Buchautor und Autor zahlreicher Fachartikel. Er hilft Unternehmen mit maßgeschneiderten Software-Lösungen und mit besseren Google-Rankings zu mehr Erfolg.
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