WordPress Blog betreiben: Profitipps für Webmaster

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten, 10 Sekunden

Mit WordPress ist ein Blog oder eine Webseite schnell aufgesetzt. Doch dann fängt die Arbeit erst an. Mit den folgenden Tipps kann man sich viel Ärger ersparen.

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Wer seine WordPress-Webpräsenz schon eingerichtet hat, steht vor der Herausforderung, sie möglichst effizient zu betreiben. Sowohl als Blogger, der es aus Spaß an der Freude macht als auch zu Zwecken der Monetarisierung oder als Webmaster eines E-Commcere Shops. Worin bestehen diese Herausforderungen, wird sich mancher vielleicht fragen, dem die Erfahrung fehlt? Hier eine kurze Übersicht:

Herausforderungen für Webmaster

Es dürfte bekannt sein, dass sich im Technologiesektor, vor allem aber im Online_Segment, andauernd etwas ändert, seien es Standards, Produkte oder rechtliche Vorgaben. Für Webmaster hat das viele Auswirkungen:

  • Links auf externe Webseiten können veralten
  • Werbeeinblendungen neue Affiliates sollen statt der alten verwendet werden
  • Affiliates kündigen einem Publisher auf
  • WordPress muss aktualisiert werden, etwa wegen entdeckter Sicherheitslücken
  • Mobile Endgeräte sind auf dem Vormarsch, die Website sollte unbedingt responsiv sein (vgl. Mobilegeddon)
  • Google ändert etwas an seinen Suchalgorithmen, viele Texte müssen aus SEO-Sicht überarbeitet werden (siehe Google Updates)
  • Soziale Medien sollen stärker auf der Webpräsenz eingebunden werden, um eine höhere Aufmerksamkeit zu erreichen (und, weil Suchmaschinen soziale Signale seit einiger Zeit verstärkt auswerten)
  • Spam nimmt zu, man erhält dauernd lästige Kommentare im Blog
  • Hacker versuchen, das Passwort des Admins zu knacken und versuchen es erst einmal mit einer Brute Force Methode

Ein gut wartbares Blog aufbauen

Die oben genannten Herausforderungen können zu einem großen Teil durch eine durchdachte Vorgehensweise gelöst werden. Hier einige Tipps aus der Praxis dazu, die ich im Laufe vieler Monate durch den Betrieb von diversen Blogs und Web-Plattformen (wie der Personalvermittlungsplattform extrahand) extrahiert habe.

Affiliate Werbung

Kaum jemand wird im Laufe der Zeit bei denselben Werbepartnern bleiben, dafür gibt es zahlreiche Gründe:

  • Google kündigt Deinen AdSense Account ohne Begründung
  • Du findest einen besseren Affiliate Partner als den bisherigen
  • Bestimmte Werbeprogramme werden eingestellt
  • Du möchtest ein lohnenderes Werbeprogramm Deines bestehenden Partners ausprobieren
  • Du musst Werbung auf Deinen Pages reduzieren, weil ansonsten Vorgaben von Affiliates verletzt werden (adscale etwa schreibt vor, dass maximal 4 Werbeblöcke pro Seite eingeblendet werden dürfen)
  • Deine Domäne zieht um, etwa weil Du einen besseren Namen gefunden hast

Wie löst man diese Herausforderung am elegantesten? Ganz sicher nicht durch Einbinden statischer Codes in den zahlreichen Seiten der eigenen Webseite. In diesem Blog etwa gibt es so viele Beiträge, dass eine auch nur kleine Änderung jedes Beitrags viele Stunden in Anspruch nehmen würde. Die Lösung lautet Indirektion, wenn ich das als Informatiker mal so hochtrabend nennen darf. Es bedeutet: Der Affiliate Code wird nicht direkt eingebunden, sondern über einen Shortcut. Der Shortcut definiert den Code. Will man ihn ändern, genügt die Bearbeitung einer einzigen Stelle, nämlich des Shortcuts.

Und genau das erlaubt das WordPress Plugin PHP Code for Posts. Diese Erweiterung ist kostenfrei und stellt einen Editor bereit, mit dem Quellcode (auch Javascript oder HTML, nicht nur PHP) hinterlegt werden kann. Hat man das getan, dann bindet man einfach eine Direktive in Textform in den Beitrag ein (etwa php snippet=1, das ganze in eckigen Klammern geschrieben), fertig.

Broken Links: Auf nimmer Wiedersehen

Der Alptraum jedes Webmasters: Ein Link, der nicht funktioniert. Erstens ist das schlecht für das Image der Webseite. Und zweitens wird die Verweildauer des Users auf der Seite unnötig reduziert. Da letztere seit längerem ein SEO-Kriterium ist, das Google in seine Rankings miteinbezieht, sollte man das ernst nehmen. Am besten, man gibt invaliden Verweisen erst gar keine Chance. Oder reduziert die Existenz solcher Bösewichte auf ein Minimum.

Externe Verweise

Klar kann man regelmäßig seine Links checken und prüfen, welche Verweise auf externe Domains noch funktionieren. Oder man verwendet ein Online Tool dafür. Aber warum kompliziert, wenn es auch einfach geht: Mit dem WordPress Plugin Broken Link Checker erhält man wirklich maximalen Komfort. Die Erweiterung bietet zahlreiche geniale Features:

  • Das Plugin prüft regelmäßig im Hintergrund, ob ein Link noch funktioniert oder nicht
  • Der Webmaster erhält eine Mail, wenn fehlerhafte Links gefunden wurden
  • Links in Beiträgen kann man direkt im Editor des Plugins ändern, und zwar in Sekunden. Man muss nicht den Beitrag aufrufen, ihn korrigieren und dann publizieren
  • In einer Übersicht sieht der Administrator direkt, welche Links fehlerhaft sind und mit welchen Statuscode der Remote Server zurückliefert
  • Jeder fehlerhafte Link kann mit einem Mausklick erneut geprüft werden (kann ja sein, dass der Server nur mal kurz nicht verfügbar war)

Interne Links

Anders sieht das Problem bei internen Links aus, die auch als Permalinks bezeichnet werden. Will man im Rahmen einer SEO-Maßnahme einen Linknamen optimieren, dann führt das erst einmal dazu, dass die alte Adresse nicht mehr gefunden wird. Erstens merken es User, die über einen externen Verweis auf Deine Webseite gelangen. Zweitens ist das Suchergebnis in Google einige Zeit lang unbrauchbar. Drittens meckern die Google Webmaster Tools das an und erfordern eine Bestätigung. Und noch einiges mehr.

Die Lösung hierfür lautet Redirection, ein extrem nützliches Plugin für WordPress. Das Plugin zeigt 404 Fehler an und bietet in einem Listeneditor die Möglichkeit, pro fehlerhaftem (alten) Permalink ein Redirect einzufügen. So kann man in Sekunden einen bis dato ungültigen Link in einen gültigen verwandeln. Ebenso kann man künstlich neue Verweise erzeugen, etwa aus Marketing-Gründen.

Und mit der 404page Erweiterung definiert man dann noch schnell, dass eine vernünftige Seite angezeigt wird, falls ein ungültiger, und über Redirection nicht abgefangener Link aufgerufen wird. Auf ERFOLGSREZEPTE ONLINE wird die Startseite als 404 Seite angezeigt, auf einer anderen Domäne von mir statt dessen eine Promotion Seite. Alternativ kann man auch eine dedizierte 404 Page erstellen, die aber etwas informativer und für den User weniger frustrierend ist als „Diese Webseite wurde nicht gefunden“. Viele Webmaster verwenden für sowas lieber eine lustige Grafik oder einen Spruch oder verweisen auf beliebte Beiträge usw.

Der nächste Teil dieser Beitragsreihe zeigt weitere Optimierungsmöglichkeiten für Webmaster auf.

Viel Spaß bis dahin!

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Praxiswert

9/10

    Verständlichkeit

    10/10

      Umfang

      8/10

        Preis

        9/10

          Vorteile

          • Für alle WordPress-Eigner
          • Praktische Leitfäden
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          • Enthält auch Profitipps
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          Dr. Klaus Meffert
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          Dr. Klaus Meffert

          Der Autor ist Diplom-Informatiker und hat neben seinem Beruf als Organisationsberater zum Doktoringenieur promoviert. Er besitzt 30 Jahre Erfahrung im IT-Bereich (Software-Lösungen, Apps, Web, Online-Marketing, IT-Beratung) ist mehrfacher Buchautor und Autor zahlreicher Fachartikel. Er hilft Unternehmen mit maßgeschneiderten Software-Lösungen und mit besseren Google-Rankings zu mehr Erfolg.
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