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Das Google Phantom 2 Update – die Hintergründe

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten, 49 Sekunden

Im Mai 2015 kamen Gerüchte auf, dass ein neues Google Update stattgefunden haben soll. Offiziell dementiert Google das, aber es gibt dennoch Hinweise auf dieses Update.

Google Phantom Update

Was ist das Google Phantom Update 2?

Da Google offiziell kein Update von Panda bestätigt und auch kein neues Search Update kundgetan hat, ist die SEO Szene nicht wirklich aufgeklärt. Das ist insofern problematisch, als dass es für das Online Marketing nicht einfach ist, gute Erfolge ohne genaue Kenntnisse der Mechanismen zu erzielen und im Ranking nach oben zu steigen. Ganz zu schweigen davon, eine gute Platzierung zu halten, ohne den Core der Suchmaschine wirklich gut zu verstehen.

Vieles spricht allerdings für ein solches Update, das wegen der nebulösen Faktenlage den Codenamen Phantom 2 von der Community verpasst bekam. Denn das Gerücht für dieses Phantom Update kam zustande, weil zahlreiche Websites in der Sichtbarkeit plötzlich um viele Prozentpunkte nach unten gingen, ohne dass sich deren Content oder Struktur maßgeblich geändert hat. Da dieses Ergebnis bei vielen Webseiten zeitgleich aufgetreten ist, kann man davon ausgehen, dass eine Wahrscheinlichkeit für ein Update existiert.

Früher bereits gab es eine Phantom Update, das war im Jahr 2013, ebenfalls im Mai. In den SEO Findings wird das schön erläutert und mit Statistiken unterlegt.

Google Phantom Update arrives
Arrival of Phantom Update

Am 17.06.2015 wurden auf seowetter deutliche Ausschläge nach oben gemeldet, es fand also wieder eine Anpassung der Suchstrategie des Suchgiganten statt. Das kann entweder vom Phantom Update oder von der Panda Aktualisierung kommen, die in die nächste Runde gegangen sein könnte. Für ersteres spricht, wenn beobachtet werden kann, das Seiten mit vorhandenen Qualitätsfaktoren seit dem Google Phantom Update höher ranken als früher. Solche Qualitätsmerkmale sind etwa eine Menüleiste mit Hauptthemen im Kopfbereich oder das Vorhandensein einer Kontaktmöglichkeit auf jeder Seite einer Webpräsenz.

Google selbst hat immerhin zugegeben, dass am Core Algorithmus, also am Kern des Suchalgorithmus, Dinge geändert wurden, so erklärt es Gary Illyes vom Team Google Webmaster Trends. Allerdings ist er nicht dazu bereit, näheres mitzuteilen, sondern beruft sich darauf, dass der Grundalgorithmus geheim sei und nicht veröffentlicht werden.

Von Googles John Müller gibt es weiterhin ein Statement, in dem er darüber spricht, dass Google andauernd stillschweigend Updates vornimmt und dieser Phantom Fall keine besondere Ausnahme darstellt. Möglicherweise ist Google dabei ein Fehler unterlaufen, der sicher korrigiert wird, sollte er denn vorliegen. Oder es ist so, dass Google Sachverhalte entdeckt hat, die zuvor fälschlicherweise nicht berücksichtigt und mit dem Google Phantom Update still und heimlich geradegezogen wurden.

Unsere Vermutung: Das steckt hinter dem Update

Seit relativ kurzer Zeit blendet Google verstärkt AdWords Werbeanzeigen in seinen Suchergebnissen ein, deutlich mehr als früher. Selbst der Top Treffer in der organischen Suche hat nun nicht mehr so viele Chancen geklickt zu werden wie es vor kurzem noch der Fall war. Dazu ein Bild vom heutigen Tag aus dem Suchergebnis von Google zum Suchbegriff seo:

Google Quality Update
Google Phantom Update: Trefferliste

Alle von uns rot überlagerten Bereiche sind von Google eingeblendete Werbung, mit der die Suchmaschinen Geld verdient. Die ersten beiden organischen Treffer folgen unterhalb der Mitte unseres großen Bildschirms! Es sind auffälligerweise Seiten einer nichtkommerziellen Organisation, in diesem Fall Wikipedia. Als dritter Treffer auf der SERP folgt ein Link von Google selbst. Erst das vierte organische Ergebnis der Search ist ein kommerzieller Link! Rechts auf der Seite ein großer Werbeblock, der ebenfalls in Konkurrenz zu den natürlichen Link Treffern tritt. Die Sichtbarkeit des ersten Domain Results wird dadurch deutlich eingeschränkt!

Nicht besser stellt sich das Trefferbild bei der Suche nach einem Hardware Produkt wie Waschmaschine dar:

Google Phantom Update
Google Phantom Update: Treffer mit Shopping Ergebnissen

Das gesuchte Keyword brachte zuerst Google Shopping-Ergebnisse zum Vorschein, nämlich ganz oben im Suchergebnis. Der rote Kasten müsste dort noch höher sein, wir haben nur aus Gründen der Nachvollziehbarkeit die Waschmaschinenbilder, die Teil der Werbung sind, nicht auch noch überdeckt. Nach den Shopping Ergebnissen kommen dann gleich zwei kommerzielle AdWords Anzeigen und danach, oh Wunder, gleich ein kommerzieller Link.

Rechts neben den Treffern ist selbstverständlich die ganze Seite mit Werbung gepflastert und lenkt die Aufmerksamkeit des Suchenden sicher zusätzlich von den organischen Treffern ab. Was man im Screenshot nicht sieht: Weiter unten folgt ein News-Block, der bei dem verwendeten Suchbegriff etwas fragwürdig ist. Darunter wiederum stehen Bilder von Waschmaschinen und ein Link zu einem Wikipedia-Eintrag.

Popularität von AdWords steigern

Was hat das nun mit dem Google Update zu tun? Wir glauben, dass kommerzielle Seiten in organischen Suchergebnissen deutlich an Wert eingebüßt haben und zwar aus dem Grund, weil Google mehr Werbung verkaufen möchte. Werbeplatz gibt es offensichtlich genug, wie wir leicht zeigen konnten (hier wird die Meinung der Suchmaschine bzgl. Werbung dargestellt, die in die gleiche Richtung geht wie wir schreiben) .

Nun ist es so, dass private oder nichtkommerzielle Webseiten selbstverständlich keine Werbung schalten wollen oder aus finanziellen Gründen schalten können. Daher bringt es gar nichts, diese Websites in den SERPs zu bestrafen. Wohl aber ist es für Google hilfreich, durch die geheimen Phantom Maßnahmen Links von Unternehmen zu bestrafen, so werden diese förmlich gezwungen, mehr AdWords Werbung zu schalten. Nur so können sie ihre Domain promoten, denken sie zunächst.

Die SEO Szene ausknocken

Eine zweite Vermutung von uns, die relativ nahe liegend ist: Google möchte mit dem Phantom Update einen Vorsprung vor der Gemeinschaft der Suchmaschinenoptimierer erlangen. Denn wer den God Mode der Suchmaschine kennt und den Algorithmus versteht, kann seine Seiten im Ranking regelmäßig ganz weit oben hin pushen. Damit Google nicht nach Belieben rumgeschubst wird, hat man sich vernünftigerweise entschlossen, die Interna der Neuerungen nicht wie bisher bekannt zu geben. Doch keine Angst, es wird nicht lange dauern, dann sind auch diese bekannt und werden aufgedeckt.

Auflösung: Das steckt hinter dem Update

Erst im vierten Quartal 2014 kam heraus, dass das ominöse Update eigentlich RankBrain zugeordnet werden muss. Rankbrain basiert auf Elementen der künstlichen Intelligenz und wertet die User Intention bei der Suche stärker. Das bedeutet, es wird versucht zu verstehen, was der Anwender tatsächlich mit seiner Suche gemeint hat. Das war insbesondere schwierig bei Long Tail Keywords, nach denen bisher gar nicht oder nur selten gesucht wurde. Oder auch bei Begriffen, die ambivalent, also mehrdeutig sind.

RankBrain Kommentar
Gary Illyes kommentiert RankBrain auf Twitter

RankBrain ist selbstlernend. Insgesamt werden ca. 15 % der Suchanfragen, die bis dato gar nicht vorkamen, nun deutlich besser interpretiert und über passgenaue Treffer bedient als vorher. RankBrain ist übrigens ein Teil des Hummingbird-Algorithmus, der auch den Content einer Seite sowie Backlinks wertet.

Reaktion auf das Phantom Update

Zunächst ist unklar, was die genauen Änderungen in den Algorithmen von Google waren. und welche Faktoren eine Rolle spielen. Von daher kann man auch schlecht konkret mit Maßnahmen darauf reagieren, wenn man in den SERPs abgestürzt ist.
Normalerweise dauert es übrigens sowieso einige Wochen, bis sich Änderungen um Ranking einer Webseite ergeben, weil Google im Bewertungssystem für das Ranking auch eine zeitliche Komponente integriert hat. Das ist wichtig zu beachten, wenn Aktivitäten im Online Marketing notwendig erscheinen.
Unser Rat: Nichts unternehmen, außer seinen Content wie bisher zu optimieren, keine verrückten Dinge wie Black Hat SEO machen und den Erfolg seiner Aktivitäten monitoren. Ebenfalls ist Geduld eine wichtige Tugend. Es dauert oft einige Monate, bis sich der Erfolg einstellt. Das gilt insbesondere bei Keywords, die hart umkämpft sind und für die viel Konkurrenz existiert. Ansonsten kann man davon ausgehen, dass Google seine Anpassungen deshalb vornimmt, um die Qualität der Search Results zu erhöhen. Gut für jeden, der hochwertigen Content produziert!

SEO Agentur Testsieger

Weitere Infos

Die bisher offiziell verkündeten Updates, Google Penguin und Panda sowie ein Special zum Google Penguin Update. Weiterhin sorgt das für Juli 2015 angekündigte Panda Update mit Neuerungen für Aufsehen in der SEO-Szene. Im Dezember 2015 gab es eine Aktualisierung zu Phantom.

Ein weiteres mobile Update bekam den Beinamen Mobilegeddon, weil es Websites hin auf ihre Tauglichkeit für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets prüft und bei Versagen mit einer Penalty abstraft.

Der Google CEO Eric Schmidt schreibt in seinem Buch Wie Google tickt – How Google works über Google Interna und erwähnt dort auch Anpassungen der Suchstrategie: Das Buch ansehen.

Ein weiterer Buchtipp für alle SEO-Interessierten, die mehr Visits und Traffic geneieren möchten:

Das SEO-Praxisbuch 2016

€ 24,90
Das SEO-Praxisbuch 2016
9.2

Praxiswert

9.8/10

Verständlichkeit

9.4/10

Umfang

8.7/10

Preis

8.9/10

Vorteile

  • Enormer Praxiswert
  • Topaktuelle Tipps
  • Leicht verständlich
  • Mit Insider-Tipps

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Weitere Beiträge

Google Penguin Update – die Fakten zum Pinguin-Update von Google

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten, 33 Sekunden

Das Google Penguin Update beinhaltet eine gravierende Anpassung des Suchalgorithmus von Google, die vor allem unnatürliche Backlinks abstraft. Zahlreiche Webseiten bekamen massive Probleme mit der Sichtbarkeit im Ranking. Wir beschreiben Maßnahmen zum Entgehen der Penalty und zur Optimierung und für das Onlinemarketing.

Google Penguin Update

Was ist Google Penguin ?

Unter diesem Codenamen verbirgt sich eine von zahlreichen Anpassungen in der Suchstrategie der Suchmaschine Google, die gelegentlich veröffentlicht werden. Ein weiteres populäres Update neben Pinguin heisst Panda und kam über ein Jahr davor auf dem Markt. Penguin wurde am 17.10.2012 ausgerollt und zwei Tage von Google offiziell bestätigt.

Auch John Müller hat dies in einem Google Hangout nach seinem Wissen bestätigt (“as far as I know”). Seitdem gab es fünf weitere von der Suchmaschine bestätigte Updates, das letzte Rollout davon schlug am 05.10.2013 zu.

Webspam abstrafen

Google Penguin bezeichnet ein ganzes Bündel an Maßnahmen und Faktoren, mit dem Google sich gegen sogenannte Black Hat SEO Maßnahmen und gegen Webspam zu wehren. Das sind unerwünschte Aktivitäten, mit den Webseiten-Betreiber versuchen, die Trefferliste von Google in ihrem Interesse und mit als unlauter angesehenen Methoden zu beeinflussen. Insgesamt handelt es sich um ein Update und nicht um eine Penalty, wie auch Tim Grice im Artikel Early thoughts on Penguin deutlich macht. Die Signale aus den Auswertungen verschiedener URLs waren jedoch alarmierend, es waren viele Webmaster betroffen.

Das Ziel, welches mit dieser Anpassung verfolgt wurde, war eine Qualitätsverbesserung der Suchergebnisse herbeizuführen und professionell organisierten Spammern mit unnatürlichen Zuwachsraten in der Suchmaschinenoptimierung einen Riegel vor die Tür zu schieben. Dies war insbesondere als notwendig erachtet worden, um überoptimierte Sites einzudämmen, denen es nicht in erster Linie um Content ging.

Zahlreiche Verlierer, die im Ranking herabgerutscht sind weil sie abgestraft wurden, waren von der Penalty betroffen, die Penguin eingeführt hat. Die Verlierer Sites hat Johannes Beus von Sistrix in seinem Penguin 2.0 Artikel einer Tabelle zusammenfasst. Webspam lohnt sich also nicht mehr wirklich. Der verwendete Algorithmus zur Erkennung dieser unlauteren Praktik ist besser geworden. Es ist allerdings nur ein Algorithmus, und der kann immer ausgetrickst werden. Daher schaut sich der Pinguin Züchter auch gerne mal manuell verdächtige Seiten an und deindiziert sie! Matt Cutts wird somit wieder zun Antihelden für viele.

Die Maßnahmen von Google Penguin im Detail

Hauptziel des Updates war ein Eindämmen von sogenanntem Webspamming, das ist eine aus Profitmotiven getriebene Spam Strategie zum unlauteren Pushen einer Webseite in den Platzierungen der SERPs. Die Algorithmusänderungen betrafen insgesamt deutlich mehr OffPage Elemente als beispielsweise das Panda Update. Die spezifischen Faktoren sind natürlich geheim.
Insbesondere gehört zu Google Penguin die Neuevaluierung von sogenannten Backlinks, das sind Links von Drittseiten auf die in Frage stehende Website. Da Backlinks nur schwer zu bekommen sind, haben viele Betreiber damit angefangen, solche Rücklinks künstlich aufzubauen. Nicht nur dass, viele sind dabei zu weit gegangen und haben quasi überoptimiert, indem sie diese unechten Linkaufbau zum Exzess getrieben haben. Das hat die Sache für Google wiederum einfacher gemacht, denn Extreme sind leichter zu erkennen als mäßige Abweichungen vom Durchschnitt.

Google Penguin straft also Seiten ab, für die in sehr kurzer Zeit viele Backlinks hinzukamen, aber natürlich (oder hoffentlich) nur, wenn dieses Wachstum hauptsächlich auf unterdurchschnittlichen oder in Verruf stehenden Seiten stattfand. Auf seowetter waren die Wehen nach dem Update inklusive der Auswirkungen sehr schön sichtbar.

Backlinks von seriösen Webpräsenzen sind nach wie vor Gold wert, alles andere wird mittlerweile in der SEO-Szene als kontraproduktiv, also schädlich betrachtet. Vor allem wird es vom Pinguin abgestraft, wenn Rückverweise über gelöschte und durch Neueintragung von Dritten wiederbelebte Domänen in recht kurzer Zeit entstanden sind.

Auch bestraft Google Penguin das übermässige Verwenden von zu pushenden Keywords, was als Keyword Stuffing bezeichnet wird. Genaue Kennzahlen dazu hat der Suchmaschinenanbieter natürlich nicht veröffentlicht! Die optimale Verteilung von Keywords ist also immer ein Ratespiel. Man muss eben aufpassen, keine Penalty für übermässigen Gebrauch von Einzelbegriffen zu erhalten und sollte nicht zu den Verlierern gehören.

Ebenfalls nicht gerne gesehen wird das verschleiern von ausgehenden Links, auch als Link Cloaking bezeichnet. Diese Technik wird insbesondere gerne eingesetzt, wenn Werbelinks verschleiert werden sollen. Die Auswirkungen von solchen Aktualisierungen der Search Engines können enorm sein, es lohnt sich daher ein Monitoring für seine Seite oder die von Kunden zu betreiben.

Empfehlungen für SEO Aktivitäten

Ein Update kommt selten allein und so war es auch beim Pinguin, der insgesamt fünf mal angepasst wurde und als Ranking-Bremse gilt. Man kann die Auswirkungen teilweise als fatal bezeichnen. Die Möglichkeit, über einen Reconsideration Request eine Penalt rückgängig machen zu lassen, gibt es beim Penguin Update nicht. Umso wichtiger ist es, auf ein natürliches organisches Wachstum einer Website mitsamt Inhalten und Offpage Verlinkungen zu achten und nichts zu forcieren. Wer sich um ein gesundes Marketing bemüht, hat normalerweise nichts zu befürchten

OnPage Methoden

Flankierend zur Sichtbarkeitssteigerung von Domains durch Öffentlichkeitsarbeit sollten lokale Maßnahmen der Search Engine Optimization in Betracht gezogen werden. Wer Geld ausgeben will, kann die Sistrix Toolbar einsetzen oder auch für eine einzelne Domäne den Service von Seolytics. Wer online Tools nutzen will und kein Geld für Seolytics und andere ausgeben will, findet hier auf ERFOLGSREZEPTE ONLINE genügend Anregungen in Artikeln, die wir veröffentlicht haben.

Aufbau von Backlinks

Beim Backlink-Aufbau ist also darauf zu achten, dies in einem akzeptablen Tempo, also eher langsam zu tun. Sogenannte Link Farms sind absolut zu vermeiden! Es ist schwierig (wenn auch nicht unmöglich), eine Abstrafung durch Google wieder loszuwerden, aber soweit sollte man es nicht kommen lassen! Es gab sogar Unternehmen, die sich umfirmiert haben, weil sie mit einer Penalty und somit schlechterer Listung im Suchergebnis wegen unrechtmmäßigem Linkaufbau belegt wurden!

In Gast Kommentaren enthaltene Links sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen, sofern sie kein nofollow Attribut enthalten! Diese Links können die Balance des Linkprofils durcheinander bringen! Außerdem sind zu viele Links auf einer Seite ein negatives Signal für das Ranking. Manche sind der Meinung, dass maximal ein fünftel aller Links über einer Website hinweg aus Gast Kommentaren stammen sollen!

Das Linkprofil sollte idealerweise im Ankertext die Suchbegriffe am häufigsten enthalten, mit denen die Domain sich identifiziert. Damit ist insbesondere gemeint, dass es einige Varianten dieser Begriffe geben sollte, mindestens 5 Variationen sind ein guter Wert. Diese sollten auf jeden Fall den Namen der Seite oder Marke enthalten, dann noch die URL der Domain und evtl. den Autor. Das alle hat Auswirkungen auf die Rankings von Websites.

Die wertvollsten Verweise sind kontextuelle Backlinks, also solche, die über einen Ankertext in einem thematisch passenden Text gesetzt wurden. Will die Seite www.xyz.com beispielsweise über das Keyword XYZ for SEO Master gefunden werden, dann sollte genau diese Phrase mit einem Link hin auf die xyz-Domäne verweisen. Am besten ist ein Verweis hin auf einen spezifischen Artikel von xyz, wo es um SEO Master geht!

Guten Content erzeugen

Es gibt natürlich einige Mittel, um der Abstrafung zu entgehen. Wer will schon seine Domains unter ferner liefen in den Rankings sehen. Man kann ja schlecht Googles Matt Cutts anrufen, vielleicht hilft einem eine SEO Agentur gegen Bezahlung. Aber die offensichtlichsten Dinge sollte man erst einmal selbst in die Hand nehmen.

Hochwertige Inhalte sollte eine Selbstverständlichkeit sein, aber mancher kann doch nicht widerstehen, es mit der Suchmaschinenoptimierung etwas zu übertreiben. Duplicate Content ist nicht zielführend, es bringt rein gar nichts außer Ärger, per Copy & Paste Texte doppelt einzubringen, sei es innerhalb derselben Webpräsenz oder über zwei Präsenzen hinweg!

Auch die unnatürlich häufige Verwendung von Keywords, die nicht zum Context passen, nur mit dem Ziel, dafür in den SERPs gefunden zu werden, kann von Google erkannt und mit einer Penalty belegt werden.

Zu einem guten Content zählt auch die Glaubwürdigkeit einer Website. Ein Impressum ist nicht nur gesetztlich vorgeschrieben, sondern gibt auch die Möglichkeit, eine Adresse und Telefonnummer anzugeben. Solche Kommunikationsangaben erhöhen den Trust einer Domäne und verhelfen zu besseren Rankings.

Social Media Marketing ist heutzutage nicht mehr wegzudenken. Suchmaschinen zählen schon längst mit, wie viele Mentions (Erwähnungen) eine URL auf Facebook, Twitter, Pinterest und auf anderen populären Plattformen besitzt. Wir empfehlen auf jeden Fall auf den größten Plattformen präsent zu sein und zumindest gelegentlich Beiträge zu posten.

Man sollte in den sozialen Medien mit Fälschungsversuchen vorsichtig sein. Hat ein Twitter Account nur wenige Tweets, dafür aber umso mehr Follower, dann kann das nicht auf natürliche Weise entstanden sein. Derartige Abweichungen von der Norm sind mit Leichtigkeit von Google aufzuspüren.

Black Hat Techniken sind fragwürdig

Keyword Stuffing sollte absolut vermieden werden, es ist leicht von Suchmaschinen erkennbar. Gute Tools und Plugins, insbesondere für WordPress, bieten hier exzellente Leitplanken, um ein Keyword oft genug, aber nicht zu oft, in einem Text zu verwenden.

Hidden Text ist schon lange nicht mehr angebracht, das ist versteckter Text, der beispielsweise die gleiche Farbe hat wie der Hintergrund oder eine mickrige Schriftgröße. Google erkennt diese Texte in den meisten Fällen und straft sie ab.

Link Cloaking kann unserer Ansicht nach bis zu einem gewissen Grade vorgenommen werden. Vor allem ist es oft auch sinnvoll, etwa um einfach zu ermitteln, welche ausgehenden Links auf einer Webpräsenz wie häufig aufgerufen wurden. Nur übertreiben sollte man es nicht, alleine schon deshalb nicht, weil ausgehende Links auch als Qualitätskriterium für Suchmaschinen gelten!

Warten auf Besserung

Wer nach dem Anwenden von konstruktiven Verbesserungen seines Contents und durch Linkabbau wochenlang weiterhin niedrig rankt, dem bleibt nur, auf ein Recovery seitens Google zu warten. Oft genug kommt es vor, dass sich das Problem von selbst erledigt. Abwarten ist manchmal besser als überhasteter Aktionismus, so schreibt es auch die Zeitschrift Website Boosting bzgl. deoptimierten Links, die zusätzlich negativ gewichtet wurden.

Weiterführende Quellen

Mehr zu Google Updates wie Google Panda und Hummingbird.

Wer sich dafür interessiert, ob seine eigene Webseite unter dem Google Penguin Update zu leiden hatte, kann dies am besten in den Google Webmaster Tools prüfen.

Betroffene können bei Bedarf einen sogenannten Reconsideration Request bei Google einreichen, um eine ungerechtfertigte oder mittlerweile nicht mehr angebrachte Bestrafung wieder löschen zu lassen.

Die Qualitätsrichtlinien aus erster Hand von Google sind immer eine Berücksichtigung beim Onlinemarketing wert. Vieles, was im Bereich SEO geschrieben wird, ist zweifelhaft, wohingegen das meiste, was Google schreibt, auch jetzt noch aktuell und richtig ist.

Das Buch Geheimnis SEO widmet sich unter anderem dem Penguin Update und innovativen Maßnahmen zur Erhöhung der Sichtbarkeit der eigenen Domain.

Siehe auch

Interna zu Googles Arbeitsweise gibt CEO Eric Schmidt in seinem 2015 veröffentlichten Buch preis:

Wie Google tickt

€ 27,00
Wie Google tickt
9.2

Praxiswert

9.0/10

Verständlichkeit

9.4/10

Umfang

9.1/10

Preis

9.1/10

Vorteile

  • Insiderwissen aus 1. Hand
  • Amüsant geschrieben
  • Für Optimierer
  • Mit SEO-Infos


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Google Penguin Update – die Fakten zum Pinguin-Update von Google: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 4,78 von 5 Punkten, basieren auf 9 abgegebenen Stimmen.

Weitere Beiträge

Google Penguin und Panda Updates

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten, 15 Sekunden

Panda und Penguin sind Bezeichnungen für Updates im Suchalgorithmus von Google. Hintergrund: Google versucht den oft unlauteren Manipulationen von Suchergebnissen einen Riegel vorzuschieben. Leider sind oft auch Webseiten von Panda & Penguin betroffen, die ehrlich betrieben werden. Wir beschreiben die Hintergründe und was man beachten sollte.

Penguin Panda

Die Google-Updates

Google Panda

Das erste Update war Panda. Es wurde im Februar 2011 veröffentlicht. Im wesentlichen versucht Panda pro untersuchter Webseite die Frage zu beantworten, ob man der jeweiligen Webseite vertrauen kann. Die Vertrauensfrage dazu lautet: “Würdest Du der Website X so trauen, dass Du Deine Zahlungsinformationen dort hinterlassen würdest?” Wenn die Frage aus Sicht von Panda mit Nein beantwortet wird, führt das zu einer Abwertung im Suchergebnis des Search Engines.

Wer weitere Hintergründe zu Panda lesen will, dem sei der Wikipedia-Artikel dazu empfohlen.

Google Penguin Update

Nach Panda kam einige Zeit später das nächste Update, welches von der Suchmaschine auf den Namen Penguin getauft wurde. Das war im April 2012, also etwas über ein Jahr später. Mit Penguin versuchte Google sogenannten Black Hat SEO Maßnahmen entgegenzuwirken. Dazu gehört insbesondere der rapide Aufbau von Backlinks, u.a. unter Zuhilfenahme von kürzlich gelöschten und dann wiederbelebten Domains und Webspam Sites, die massenhaft entstanden und von denen viele User negativ betroffen waren.

Wer also für Zwecke des Marketing Backlinks aufbauen will und auch auf künstliche Backlinks setzt, sollte dies behutsam tun und keinen Webspam durch unbrauchbare Inhalte erzeugen. Das bedeutet: Pro 14 Tage nur einen neuen Backlink mittels Black Hat SEO ins Spiel bringen, nicht mehr. Wer schneller voranprescht, bekommt evtl. eine Strafe (Penalty) aufgebrummt, die möglicherweise nicht so einfach wieder zu entfernen ist. Das kann man sehr schön am Beispiel von Teliad sehen:

Nach der Abstrafung durch Google Penguin blieb keine andere Möglichkeit, als das Unternehmen unter neuem Namen wieder auferstehen zu lassen, welch krasse Maßnahme. Niemand möchte in so eine Situation kommen, also Vorsicht bei Penguin und Panda! Wir empfehlen, ein derartiges Update im Auge zu behalten und bei Veränderungen im Ranking die Auswirkungen zu untersuchen und entsprechend zu reagieren.

Das Panguin-Tool

Ein sehr nützliches Werkzeug ist das Panguin Tool (kein Schreibfehler!) Es zeigt an, wie Deine Website nach den Google Updates im Ranking bewertet wurde. Wenn Du feststellst, dass Deine Homepage im Ranking nach den Updates gesunken ist, dann soltest Du schnellstens analysieren, woran das lag und geeignete Marketing Aktivitäten einleiten. Hierbei helfen zahlreiche frei verfügbare Tools. Doch Vorsicht davor, Spam zu generieren, denn das ist im Rahmen einer Suchmaschinenoptimierung keine gute Taktik.

Randnotiz: Nachdem Google Penguin veröffentlicht wurde, brachte Google den Suchalgorithmus namens Hummingbird raus, der auch Synonyme berücksichtigt. Auch das sollte man bei SEO-Maßnahmen wie OnPage Optimierungen berücksichtigen. Hummingbird ist insbesondere bei Abfragen von mobilen Geräten relevant, weil diese oft aus gesprochenen Sätzen und nicht nur aus Satzfragmenten oder optimierten Wortaneinanderreihungen bestehen.

Das folgende Video gibt Einblicke in den Kernalgorithmus der beiden Google Aktualisierungen. Der Autor hat dafür versucht, die Mechanismen, die Google angewandt hat, einem Reverse Engineering zu unterziehen. Dazu wurden auch die Aussagen von Matt Cutts berücksichtigt:

Insbesondere interessant ist, dass Duplicate Content erst als solcher angesehen und bestraft wird, wenn mindestens 40% des Seiteninhalts als doppelt angesehen werden! Das Youtube-Video erklärt auch, wann eine Seite als Spam angesehen wird und wann nicht.

SEO Agentur Testsieger

Weitere eher unbekannte Updates

Neben den drei genannten Updates Panda, Penguin und Hummingbird gibt es noch einige weitere Updates, die aber in der Öffentlichkeit nicht so viel Aufsehen erregt haben und daher vielen, aus denen die in der Szene der Suchmaschinenoptimierung unterwegs sind, unbekannt sind.

Zu diesen Updates gehören

  • Phantom 2 Update: Kam im Mai 2015 raus, die Hintergründe sind geheim, ebenso die Veränderungen im Suchalgorithmus des Search Engines. Wir beschreiben eine handfeste Theorie für die Motivation dieses Updates
  • Payday Loan: Konzentrierte sich auf das Eindämmen von Spam Sites. Der Name kommt von der damals populären Suchanfrage “payday loans”
  • Authorship Photo Removal: In SERPs gezeigte Fotos von Autoren werden ausgeblendet
  • Pigeon: Verbesserung der Suchqualität
  • HTTPS/SSL: Seiten, die diese sicheren Protokolle unterstützen, werden höher gerankt
  • In the News Box: Anzeige von Nachrichten von Twitter, Reddit u.a.
  • Pirate: Bekämpfung von Torrent-Seiten und anderen, die illegal Software in Umlauf bringen
  • Authorship Removed: Entfernen von Autoreninformationen aus Suchergebnissen
  • Unknown Update: Unbekanntes Update mit ungewissen Auswirkungen, wofür keine Aussage von Google zu bekommen war

Eine schöne Infografik zu Google Updates gibt es auf t3n.

Weitere Empfehlungen

Für nur 4,99 Euro gibt es ein praktisches Buch zur Suchmaschinenoptimierung, das die SEO Geheimnisse von Google für jeden zugänglich macht. Für den Kindle gibt es eine ebenso günstige Wissensquelle, die noch etwas breiter gefächert ist und darauf ausgerichtet isr, Google auszutricksen.


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