Geld verdienen als Blogger mit dem Nativendo Plugin

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten, 12 Sekunden

Nativendo ist eine Werbeplattform, die Teaser-Artikel auf Webseiten von Publishern ausspielt und es Bloggern erlaubt, damit Geld zu verdienen. Mit einem Plugin für WordPress wird die Integration zum Kinderspiel.

plugin photo

Das Konzept von Nativendo

Nativendo ist eine junge Firma aus Deutschland, die ihr Konzept selbst als Performance Native Advertising bezeichnet. Das bedeutet letztlich, dass ein Teaser-Artikel samt Bild in realen Content eingebunden wird und sich diesem im Idealfall optisch und inhaltlich angleicht. Der Teaser-Artikel reisst also den zu bewerbenden Inhalt an und macht Lust auf mehr. Der Leser kann die beworbene Webseite von der Anzeige aus aufrufen.

Nativendo wirbt damit, dass die Werbebotschaft „… ohne optischen Bruch wie von Zauberhand in Tausenden Onlinemedien veröffentlicht“ wird. Die Auslieferung der Anzeigen erfolgt, das ist spätestens seit Mobilegeddon sowieso Pflicht, in responsiver Form. Für Affiliate Marketing eignet sich dieser Weg also gut, wird der Affiliate Partner doch pro Klick vergütet und erhält eine entsprechend attraktive Bezahlung.

Zum einen gibt es wie beim Online Advertising üblich die Werbetreibenden, also Advertisier. Sie stellen ihre Inhalte zu Verfügung, für die sie werben möchten und zahlen natürlich dafür. Das Gegenstück sind die Publisher, die Werbeflächen bereitstellen und dafür entlohnt werden. Der Vermittler ist Nativendo, der für seine Dienstleistung eine Marge einbehält.

Es ist erforderlich, einen Javascript Code von Nativendo auf seinen HTML Seiten einzubinden, der die dynamischen Anzeigen bzw. Teaser ausspielt. Im Falle von WordPress geht dies besonders einfach (siehe folgenden Abschnitt). Aber auch für andere Seitentechnologien (andere Content Management Systeme oder native HTML Seiten) ist die Integration möglich, indem man den vorgegebenen Code einfach manuell einbaut.

Das WordPress Plugin einbinden

Nach der Registrierung sendet einem Nativendo eine Mail mit Instruktionen bzw. einem Link zum Plugin zu. Dieses Nativendo Plugin lädt man sich herunter und dann installiert man es in seinem WordPress Blog durch Hochladen im Plugins-Menü.

Auf der Seite, wo man diese Erweiterung downloadne konnt, befindet sich ferner ein Button, mit dem man die Installation des Zusatzes überprüfen kann. Klickt man auf diesen und erhält eine Erfolgsmeldung, kann es losgehen mit dem Anlegen von Werbeflächen. In meinem Fall kam es allerdings zu einem Problem:

Besonderheit bei Verwendung von Cache Plugins

Nativendo erkennt nur die korrekte Einbindung der Erweiterung, wenn die Datei nativendo.js genau mit diesem Namen im Quellcode eingebunden wird. Bei mir gab es Probleme mit dem Plugin Autoptimize, da es im Rahmen einer Optimierung von JavaScript-Dateien den Originalnamen entfernte (u.a. auch, weil von Autoptimize mehrere Javascripte in einer Datei zusammengefasst wurden).

Abhilfe schaffte die Änderung der Einstellungen zum Cache. Unter der Option Folgende Skripte von Autoptimize ausschließen brachte das Eintragen von nativendo.js den gewünschten Effekt. Nun konnte das Plugin korrekt erkannt werden! Ob die gleiche Problematik bei WP SuperCache oder anderen SpeedUp Tools besteht, ist mir nicht bekannt (ich freue mich über Kommentare und Hinweise dazu!).

Werbeflächen definieren

Hier kommt eine der Stärken von Nativendo ins Spiel. Das Plugin erlaubt es nämlich, dass man sie Position der Werbeflächen, also den Platz, wo die Anzeigen erscheinen sollen, visuell vorgibt. Dazu öffnet Nativendo eine Live-Ansicht der Publisher Webseite und man kann mit einem Selektionswerkzeug einen Bereich für die Werbung festlegen. Weiterhin kann man die Position relativ zu dieser Sektion definieren: oberhalb, unterhalb und jeweils innerhalb bzw. davor oder danach. Dieses visuelle Tool ist klasse und wie ich finde recht konkurrenzlos.

Man kann entweder eine Ausspielung für die ganze Domäne auf einmal festlegen oder pro URL definieren, wo Werbeanzeigen eingestreut werden sollen.

Ich habe einen Anzeigenplatz in der Sidebar von ERFOLGSREZEPTE ONLINE vergeben und einen weiteren mitten im Content. Die Integration hat problemlos geklappt. Man muss eben nur darauf achten, nach Definition der Werbeflächen auch Kampagnen freizugeben (siehe weiter unten).

Typen von Anzeigen

Die Nativendo Erweiterung kennt zwei Werbetypen. Die eine heisst AdIn, das bedeutet, der Leser bleibt beim Abruf des betreffenden Artikels  auf der Webseite des Publishers. Die zweite Variante heisst AdOut und ist im Prinzip das Gegenteil. Der Leser wird auf eine externe Seite geführt, das kann eine Landing Page sein, eine Produktseite oder ein Blogartikel.

Jede Anzeige ist übrigens als solche gekennzeichnet, so dass sie schon vom umgebenden Content unterschieden werden kann, wenn auch nicht auf den ersten Blick (das ist ja auch Absicht). Jeder Werbeblock wird dazu mit dem hellgrauen Schriftzug „Anzeige“markiert.

Werbeanzeigen auswählen

Als Publisher kann man entweder automatisch alle Werbekampagnen akzeptieren oder man gibt diese manuell frei. Ich habe mich für letzteres entschieden, einfach um mehr Kontrolle zu haben. Anfangs spielt es aber wohl keine Rolle, weil man leider in der Übersicht der angebotenen Kampagnen sowieso nicht sehen kann, wie hoch die Vergütung pro Kampagne ist. Das empfinde ich als Minuspunkt.

Im Dashboard sieht man allerdings, wie hoch die Einnahmen sind. Für veTKP sind als Durchschnittswert 100 Euro angegeben. eTKP steht für effektiver Tausend Kontakt Preis und bedeutet, dass die Anzeige als ausgespielt gilt und somit vergütet wird , wenn der Besucher der Website die WerAnnonce im sichtbaren Bereich erhielt. Der Buchstabe v vor eTKP steht für visible und stellt eine Einschränkung für Publisher dar, denn es werden restriktiverweise nur die Anzeigen als Impressionen gewertet, die vollständig angezeigt wurden. Das steht im Gegensatz zum TKP, der grundsätzlich mehr Impressionen der Ads zugunsten des Werbetreibenden zählt.

Ferner erhält der Werbetreibende pro Klick (CPC genannt wie Cost per Click) auf eine eingeblendete Nativendo Anzeige eine Vergütung. In meinem Dashboard sind 30 Cents ausgewiesen, ein guter Betrag, der zwar bei anderen Vermarktern teils deutlich höher sein kann, aber auch wesentlich niedriger!

Wie geht es weiter?

Meine Erfahrungen mit Nativendo sind schon einige Monate alt, aber eine Auszahlung gab es noch nicht, daher kann ich an dieser Stelle noch keine eindeutige Empfehlung aussprechen. Allerdings gab es bereits einige Klicks, die in der Statistik im Dashboard mit einem entsprechenden Zahlbetrag angezeigt wurden, der gar nicht schlecht ist! Jedenfalls besser als bei Seeding Up, Google AdSense oder anderen Anbietern.

Sobald mir mehr Erkenntnisse vorliegen, werde ich davon berichtet. Wer bereits Erfahrungen mit Nativendo sammeln konnte, ist herzlich eingeladen, diese in Form eines Kommentars zu hinterlassen.

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          Dr. Klaus Meffert
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          Dr. Klaus Meffert

          Der Autor ist Diplom-Informatiker und hat neben seinem Beruf als Organisationsberater zum Doktoringenieur promoviert. Er besitzt 30 Jahre Erfahrung im IT-Bereich (Software-Lösungen, Apps, Web, Online-Marketing, IT-Beratung) ist mehrfacher Buchautor und Autor zahlreicher Fachartikel. Er hilft Unternehmen mit maßgeschneiderten Software-Lösungen und mit besseren Google-Rankings zu mehr Erfolg.
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