Mobilegeddon – Was ist das?

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Google bewertet die Mobilfähigkeiten von Webseiten für das Ranking. Es gilt geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um sich vor einem Absturz in den Suchergebnissen zu schützen.
mobilegeddon
Der Begriff wurde Ende April 2015 populär, weil Google zu diesem Zeitpunkt offiziell anfing, Webseiten auf ihre Tauglichkeit hin zu untersuchen, wie gut sie auf mobilen Endgeräten wie Smartphones dargestellt werden können.

Warum Mobilegeddon?

Es wäre nicht so schlimm, wenn Google lediglich feststellen würde, dass eine Webseite nicht geeignet ist für die Darstellung auf Mobiltelefonen. Leider geht mit dieser Feststellung aber auch eine Bestrafung durch Google einher (siehe auch einen Spiegel Online Artikel dazu). Das heisst: Jede Webseite, die nicht vernünftig auf mobile Devices dargestellt wird, läuft Gefahr, im Google Ranking weit nach unten zu rutschen.

Und wer will das schon? es ist also relevant, ob Deine Homepage mobil ist oder nicht. Anfang Juni wurde bestätigt, dass ungefähr die Hälfte aller Seiten, die nicht mobile friendly sind, im Ranking abgestürzt sind!

Mobilfähig heisst allerdings nur, dass eine Version für Smartphones vorhanden sein muss. Tablets, Notebooks und Desktop-PCs sind nicht Teil der Prüfung, d.h. insbesondere für ein Tablet, das ja eine relativ hohe Auflösung und mittelmäßig große Bildfläche besitzt, bedarf es keiner gesonderten Mobilversion der Seite! Das wurde auch von Google in Website Boosting #31 klargestellt.

Übrigens wurde Anfang Mai 2015 auch von Bing angekündigt, dass mobilfähige Seiten ein besseres Ranking erhalten als die Webpräsenzen, die nur auf Desktops gut aussehen.  Allerdings wird es wohl bei Bing keine massiven Sichtbarkeitsverluste geben, da das Feedback der Webmaster abgewartet und ausgewertet wird, bevor die Suchstrategie angepasst wird. Bing wird in den Suchergebnissen ein mobile friendly Label anzeigen, um den User über die Fähigkeit der jeweiligen Seite besser zu informieren.

Wie kommt es zum Mobilegeddon?

Viele Webseiten sind von Hand erstellt und nicht über moderne Content Management Systeme wie WordPress oder Joomla. Oder man hat das falsche Tool eingesetzt (ganz am Ende dieses Artikels nennen wir ein paar geeignete Tools und Möglichkeiten).

Das resultiert darin, dass Seiten für eine fixe Darstellungsbreite angelegt wurden. Die Annahme, dass eine Webseite auf einem PC-Monitor angeschaut wird, war eben bis vor nicht allzu langer Zeit noch zulässig. Und jeder, wirklich jeder heutige Computer-Bildschirm kann Auflösungen von 1024 Pixeln Breite oder mehr darstellen. Warum also nicht für die Homepage eine feste Breite von 1000 Pixeln festsetzen?

Heutige mobile Endgeräte haben zwar ebenfalls oft eine hohe Auflösung in Pixeln (oft sogar mehr als ein LCD-Bildschirm). Allerdings fällt jedem auch sofort auf, dass ein Smartphone oder selbst ein Tablet eine sehr kleine physische Größe hat verglichen mit einem Monitor. Das ganze drückt sich in der Einheit Zoll aus: PC-Monitor: 21 Zoll o.ä., Smartphone: 6 Zoll, Tablet: 14 Zoll (all das sind nur Richtwerte, um die Qualität des Problems zu verdeutlichen).

Man kann also einen Text mit einer Schriftgröße von 14 Pixeln auf einem PC-Bildschirm sehr gut lesen (außer man ist kurzsichtig…), auf einem Smartphone hingegen gar nicht – jedenfalls nicht ohne Zoomen.

Das genau stört Google nämlich: Dass ein Smartphone-User zoomen oder scrollen muss. Und erst wenn eine Webseite für mobile Geräte optimiert ist, dann ist auch die Suchmaschine zufrieden! Mal ehrlich: Wer hätte das vor ein paar Jahren gedacht, dass dieser Zusammenhang mal ins Spiel kommen würde?

Teste Deine Webseite mit dem Google Mobile Check. Im Idealfall erhältst Du folgende Meldung:

Mobile check
Website check bei Mobilegeddon

Was tun, um das Mobilegeddon zu vermeiden?

Die Antwort ist nicht ganz einfach und sie hängt auch von der Webseite ab, um die es geht.

Wir haben hierzu deshalb extra einen Artikel geschrieben, wo erklärt wird, wie man seine Webseite fit für die mobile Darstellung macht.

Vorab schon mal ein paar Links für diejenigen, die eine neue Webseite erstellen wollen. Denn in diesem Fall sollte man gleich richtig planen und eine responsive Webseite erstellen. Wer hier den Fehler macht, zu wenig Aufwand reinzustecken oder das falsche Tool zu verwenden, den bestraft nicht nur das Leben, sondern auch Google. Abgesehen davon: Jeder hat doch einen Vorteil, wenn die eigene Website von möglichst vielen Endgeräten aus optisch einwandfrei dargestellt werden kann!

Content Management Systeme (CMS)

Idealerweise verwendet man ein CMS, um das Problem des Mobilegeddon auf elegante und stressfreie Weise zu umgehen. Die populärsten CMSe haben wir hier für Euch aufgelistet – WordPress ist unser absoluter Tipp!

Voraussetzung für die Nutzung eines CMS ist ein geeigneter Webspace bei einem Provider wie Strato oder 1&1. Beispielsweise bietet Strato schon für ein paar Euro im Monat Webhosting-Pakete an, die WordPress enthalten (bzw. einen One-Click-Installer dafür, wirklich einfach). Übrigens wurde ERFOLGSREZEPTE ONLINE auch mit WordPress erstellt! Siehe auch unseren WordPress Hosting Testbericht.

  • WordPress: Die Nummer eins der Content Management Systeme: Unser Top-Tip
  • Magento: Ebenfalls populär, Hosting beispielsweise bei 1&1
  • Joomla: Nicht so umfangreich wie WordPress
  • Drupal: Nicht ganz so einfach zu bedienen wie WordPress, eher für technisch versiertere Personen
  • Plugins für WordPress: Ein Plugin ist eine Erweiterung. Für WordPress sind die allermeisten kostenlos und viele sind wirklich mächtig
  • WordPress für Dummies: Ein gutes Buch für Anfänger
  • Als Plugins für WordPress empfehlen wir

Tools für Webseiten

Wer ohne Programmieren zum Ziel kommen will, braucht ein mächtiges Werkzeug. Wir stellen einige davon hier vor, macht euch selbst ein Bild:

Webflow Websites
Webflow Editor für Webseiten
  • Webflow: supereinfaches Tool zum Erstellen von Webseiten – kostenlos und online. Bietet auch responsive Designs
  • Dunked: Nach der obligatorischen Registrierung kann man rein visuell Webseiten erstellen

Weitere Tools sind in unserem Tools-Artikel zu finden.


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Dr. Klaus Meffert
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Dr. Klaus Meffert

Der Autor ist Diplom-Informatiker und hat neben seinem Beruf als Organisationsberater zum Doktoringenieur promoviert. Er besitzt 30 Jahre Erfahrung im IT-Bereich (Software-Lösungen, Apps, Web, Online-Marketing, IT-Beratung) ist mehrfacher Buchautor und Autor zahlreicher Fachartikel. Er hilft Unternehmen mit maßgeschneiderten Software-Lösungen und mit besseren Google-Rankings zu mehr Erfolg.
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