Google Panda 4.2 Update ausgerollt

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Bereits Mitte Juli 2015 hatte Google mit des Rollout des Panda 4.2 Updates für englische Seiten begonnen. Jetzt wird Panda auch für deutsche Seiten relevant…

panda update

Änderungen durch das Panda Update

Hauptziel des Updates war es, die Qualität von Webseiten besser beurteilen zu können und hochwertige Sites mit gutem und vor allem einmaligem Content höher einzustufen. Zu den Verlierern zählen somit Websites mit minderwertigem Content. Also müssten eigentlich auch News Portale, die vorhandene Inhalte unoriginell wiederkauen (Duplicate Content) abgestraft werden. Aber das ist nur meine Theorie.

Zurückhaltende Kommunikation durch Google

Wie schon in der Vergangenheit (siehe das Phantom 2 Update) will Google nicht mehr über seine Anpassungen in den Suchalgorithmen sprechen. Sicher deswegen, weil die Gemeinde der SEO-Optimierer und der Webspammer sowie kommerziell orientierten Webseiten-Betreibern ansonsten zu schnell die Nase vorne hat. Damit das Panda Update nicht so leicht nachzuvollziehen ist und wahrscheinlich auch, weil Google selbst nicht genau weiß, ob es wirklich so funktioniert wie es soll, wird es über einen langen Zeitraum von Monaten ausgerollt. So sieht jedenfalls keine Vertrauen erweckende Maßnahme aus.

Das einzige, was vom Suchmaschinenbetreiber zu hören war, kam von den Mitarbeitern Gary Illyes und John Mueller. Diese äußerten sich allerdings nur sehr zurückhaltend und sprachen davon, dass es wieder eine Aktualisierung geben soll, Inhalt unklar. Da auf Panda verwiesen wurde, kann man sich seinen Teil denken, nämlich dass das Update etwas mit der Beurteilung von Webseiten hinsichtlich deren Qualität zu tun hat. Aber darum geht es eigentlich bei jedem Update (nur dass bei Penguin etwa eher äußere Faktoren wie Backlinks geprüft werden und weniger die Seitenqualität).

Fest steht wohl auch, dass Panda 4.2 sich auf alle Seiten einer Domain beziehen und nicht nur auf einzelne Pages. Das heisst, entweder gehört man zu den Gewinnern, dann ranken alle Seiten besser oder man ist auf der anderen Seite der Webmaster und verliert auf ganzer Linie.

Mobile Friendly Kriterien

Was jedenfalls festzustellen war, ist eine Zunahme an Warnungen die Mobilfähigkeit von Webseiten betreffend in den Google Webmaster Tools. Beispielsweise wurden erst seit dem Ausrollen des Panda 4.2 Updates in den GWT bestimmte Fehler angezeigt, und zwar  für Webseiten, die sich seit Monaten nicht geändert hatten:

Panda 4.2
Panda-Prüfungen zur Mobilfreundlichkeit

Hierzu ein knackiger Tipp, der viele Probleme auf einmal löst und die Warnungen in der Search Console verschwinden lässt. Man sollte folgenden Code in seine HTML-Seite im Kopfbereich einbauen:

<style>
body {
  font-size: 16px;
}
<meta name="viewport" content="width=device-width, height=device-height,initial-scale=1.0, maximum-scale=1, minimum-scale=1.0,user-scalable=no">


Die erste CSS-Anweisung sorgt dafür, dass die Basisschriftgröße auf 16 Pixel gesetzt wird. Das ist genau die Größe, die Google als Minimum für mobile Endgeräte fordert. CSS Style-Definitionen können und dürfen diese Angabe natürlich übersteuern.

Die Meta-Angabe sorgt dafür, dass der sogenannte Viewport, das ist der Darstellungsbereich, für Smartphones und Tablets festgelegt wird. Fehlt diese Angabe, erhält man beim mobile friendly Test gleich einen Rüffel, also einfach einbauen und gut ist.

Wer ein responsives Layout mit einem Content Management System wie WordPress verwendet, sollte diese Probleme generell nicht haben und muss keine weiteren Maßnahmen ergreifen.

Scraping erschwert

Bereits vor Beginn des Panda 4.2 Update konnte man feststellen, dass Google das Scraping von Webseiten erschwert. Seitdem waren weniger automatisierte Suchanfragen pro Zeiteinheit erlaubt als noch ein paar Wochen vorher. Eventuell gelingt es Google auch besser, Bots zu identifizieren.

Das Panda Update wird die nächsten Wochen und Monate weiter ausgerollt, es gibt also keinen Einmaleffekt, der auf einen Tag begrenzt ist. Somit werden sich erst mit der Zeit die wahren Gewinner und Verlierer zeigen.

Maßnahmen ergreifen

Man sollte jedoch nicht tatenlos zusehen, wie sich die Suchergebnisse verändern, denn die Konkurrenz tut dies bestimmt nicht. Egal, ob Update oder nicht, das Optimieren von Inhalten lohnt sich immer. Die einfachste Aktivität neben der Produktion von gutem Content ist die klassische Suchmaschinenoptimierung (SEO), denn hier hat der Webmaster, also insbesonder der Besitzer einer Website, alles selbst in der Hand.

Tipps für Einsteiger zeigen, wie Onpage und Offpage Optimierungen helfen, die Suchergebnisse positiv zu beeinflussen. Etwas weiter gehen die SEO Tipps, die schon etwas Grundkenntnisse voraussetzen.

Wer neben den kostenfreien Maßnahmen in Werbung investieren will, der muss kein großes Budget dafür haben. Das zeigt der Artikel zur Reichweitenwerbung.

Weiterbildung schadet nicht und ist im sich ständig verändernden Technologiesektor sogar absolut notwendig, um Erfolg zu haben (oder man lässt gleich den Experten ran). Am einfachsten und besten geht das mit Büchern zum Thema Onlinemarketing. Unser Tipp, das topaktuelle SEO-Buch:

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    Verständlichkeit

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          Dr. Klaus Meffert
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          Dr. Klaus Meffert

          Der Autor ist Diplom-Informatiker und hat neben seinem Beruf als Organisationsberater zum Doktoringenieur promoviert. Er besitzt 30 Jahre Erfahrung im IT-Bereich (Software-Lösungen, Apps, Web, Online-Marketing, IT-Beratung) ist mehrfacher Buchautor und Autor zahlreicher Fachartikel. Er hilft Unternehmen mit maßgeschneiderten Software-Lösungen und mit besseren Google-Rankings zu mehr Erfolg.
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