Unabhängig von Google: Die besten Alternativen zu Google

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Längst ist Google nicht mehr die einzige gute Suchmaschine,  der einzige Werbedienst oder das einzige Affiliate-Netzwerk. Es gibt zahlreiche Alternativen, die oft besser sind!

Google Alternativen

Das hat Google zu bieten

Den meisten ist Google als Suchmaschine bekannt. Die Suchergebnisse werden seit einiger Zeit immer schlechter, sagen manche, und ich sage das auch! Weiterhin dürfte vielen die Werbeplattform AdWords bekannt sein, entweder weil sie dauernd und immer prominenter im Suchergebnis auftaucht und einen fast schon belästigt. Oder weil man selbst Werbekunde ist und eine Anzeige schaltet, in der Hoffnung, damit kostengünstig neue Kunden zu bekommen.

Dem gemeinen Volk weniger bekannt ist die Gegenseite von AdWords, nämlich AdSense. Während ersteres für Advertiser gedacht ist, ist AdSense ein Affiliate-Partner für Publisher. Das bedeutet, der Publisher blendet für Google Werbung ein und bekommt dafür Geld, meist pro Klick (CPC = Cost-Per-Click).

Webmaster wiederum kennen die Google Webmaster Tools und Analytics. Diese Werkzeuge sind sehr praktisch, wenn es um das Auswerten von Besucherströmen, Conversions, dem Tracking von Keywords oder dem Verfolgen von Kennzahlen wie Sitzungen, Visits usw. geht.

Stark im Kommen ist seit einiger Zeit Google+, das soziale Netzwerk des kalifornischen Unternehmens, welches insbesondere in Konkurrenz zu Facebook und Pinterest tritt, wenn man sich die Struktur bzw. den Aufbau der Plattform ansieht.

Was ist falsch an den Angeboten von Google?

Oberflächlich und unkritisch betrachtet, zunächst einmal gar nichts, denn scheinbar ist alles kostenlos und funktioniert wohl ziemlich reibungslos. Jeder, der noch eine Sekunden weiterdenkt kommt dahinter, dass die von Google gesammelten Daten sehr umfangreich sind und es erlauben, ein exaktes Persönlichkeitsprofil einer Person zu erstellen. Daran ändern auch Programme nichts, die Cookies löschen. Auch das normalerweise täglich stattfindende Wechseln der IP-Adresse durch den lokalen Internet-Provider stellt kein Problem mehr dar, wenn es darum geht, eine Person als wiederkehrend zu identifizieren.

Abgesegen davon sind Monopole immer gefährlich. Denn was, wenn der Monopolist einfach mal die Regeln ändert oder sich Dinge herausnimmt, mit denen man nicht einverstanden ist. Ich will keinen Hehl daraus machen, dass der Hauptgrund für diesen Artikel war, dass ich bei AdSense gesperrt wurde – und zwar, wie es quasi immer passiert, auf Lebenszeit!

Eine Begründung gibt es prinzipiell nicht, Google teilt einem also nie mit, warum man gesperrt wurde. Man kann einen Einspruch einlegen und muss dort sogar eine Liste der Server-Logdateien übermitteln, damit die Besucher ersichtlich seien. Da ist natürlich in vielen Fällen Quatsch. Erstens, weil man seine Besucher nicht kontrollieren kann. Zweitens, weil Analytics sowieso auf fast jeder Webseite verankert ist und Google selbst am besten weiß, wer wann und wie lange welche Website aufgerufen hat und wohin er von da gesprungen ist.

Nach dem Einspruch, de rnicht akzeptiert wurde, gibt es wieder keine Begründung. Wörtlich heisst es per Ablehnungsmail:


Möglicherweise wünschen Sie weitere Informationen über Ihre Kontoaktivitäten. Zum Schutz unserer firmeneigenen Erkennungssysteme können wir jedoch keine weiteren Angaben in dieser Hinsicht machen. Vielen Dank für Ihr Verständnis

Es lohnt sich also, nach Alternativen zu dem Unternehmen zu suchen, dass aus dem Geheimdienststaat Nummer eins stammt.

Bessere Alternativen

Besser als AdWords

Seit einiger Zeit lohnt es sich meiner Meinung nach für viele Unternehmer kaum, AdWords Werbung zu schalten. Sie sind einfach viel zu teuer und die Konvertierungsraten sind meist gering. Klickpreise jenseits der 100 Cent sind schon lange üblich. Sie gehen bis auf zweistellige Euro-Beträge pro Klick hoch.

Besser sind beispielsweise alternative Werbenetzwerke wie Zanox, Belboon oder Adscale. Mit Bannerwerbung, die nach einem Tausend-Kontakt-Preis (TKP) abgerechnet wird, kann man sehr gut Reichweitenwerbung betreiben.

Besser als AdSense

Jedenfalls mindestens genauso gut sind die oben genannten Werbenetzwerke bzw. Affiliate-Programme. Einige haben zwar nicht ganz so schnelle Ladezeiten für die Werbeblöcke, aber es gibt genügend performante Anbieter. Zudem ist die Auszahlung deutlich besser also bei Google, siehe etwa Nativendo.

Besser als die Suchmaschine

Optisch zwar nicht besser, was die Trefferlisten angeht, dafür mittlerweile sehr gut, was die Trefferqualität an sich angeht, sind Yahoo bzw. Bing. Spätestens seit Firefox als Default-Suchmaschine Yahoo gesetzt hat und damit dem bisherigen Top Search Engine massiv Kundschaft abspenstig gemacht hat, ist Microsoft mit seinem Angebot obenauf!

Sucht man nach etwas Speziellem, so ist Amazon etwa schon seit langem besser als die Kalifornier. Andere Marktplätze wie eBay oder Dawanda seien hier der Vollständigkeit halber erwähnt. Aber auch Suchmaschinen wie DuckDuckgo oder Ecosia sind ernstzunehmende Google Alternativen.

Besser als das soziale Netzwerk

Grundsätzlich finde ich Google+ sehr gut, einzig die Datensammelwut des Betreibers stört mich hier. Man erkennt an den automatischen Empfehlungsmails auf das verknüpfte Mail-Konto sehr schön, wie weit die Analyse von persönlichen Befindlichkeiten und Vorlieben mittlerweile gediehen ist.

Als geeignete Alternativen sehe ich insbesondere Tumblr, Pinterest oder Instagram. Facebook ist möglicherweise für den ein oder anderen ebenfalls interessant. Wer Video-Plattformen sucht und nicht YouTube nehmen möchte, denn das gehört ja auch den Amis, für den gibt es ebenfalls andere Möglichkeiten.

Webmaster Tools vielleicht bald obsolet

Auch Bing bietet eine sehr gute online Tool Unterstützung an, die sich vor der Konkurrenz nicht verstecken muss. Spätestens, wenn Yahoo ähnlich stark wie Google ist, werden die Bing Tools auch häufiger eingesetzt.

Andere Analytics Tools

Wie oben schon geschrieben, ist es für Webmaster sehr praktisch, mal schnell auf Analytics nach der Performanz der Website zu schauen und woher die Besucher eigentlich kommen bzw. was sie sehen oder lesen wollen. Diesem Thema widme ich bald einen eigenen Beitrag, daher hier nur eine schnelle Empfehlung: Clicky von Yoast ist eine kostenfreie Analysemöglichkeit, ähnlich Analytics, wenngleich nicht ganz so umfangreich, dafür aber viel schneller in der Anzeige der Auswertungen. Es gibt sogar ein Plugin für WordPress dafür.

Mobile Plattformen

Schon lange bekannt sein dürfte, dass neben Android auch noch Apple’s iOS Betriebssystem existiert und seit ein paar Monaten Windows für mobile Endgeräte von Microsoft. Statt des Google Play Store kann man für Android Apps als Developer bzw. Publisher nun auch auf den Amazon Appstore zurückgreifen.

Nach dem Kunden richten, nicht nach einer Suchmaschine

Vielen dürfte der Begriff Mobilegeddon bekannt sein, der im April für Aufsehen sorgte. Es handelt sich um ein Update im Suchalgorithmus von G., der Webseiten abstraft, die auf Smartphones nicht gut angezeigt werden. Viele haben darauf hin (und zwar nur wegen Angst vor Konsequenzen aus Mobilegeddon) ihre Webseite angepasst. Hier halte ich es mit Karl Kratz, der in Website Boosting #32 sehr treffend schreibt, dass man in erster Linie für seinen Leser bzw. Kunden die Webpräsenz optimieren sollte und nicht, weil eine Suchmaschine einem das so aufnötigen möchte.

Gleiches gilt für die Ladezeit einer Seite, die seit einiger Zeit ein Ranking-Kriterium ist, damit Search Engines ihr Crawl Budget effizienter einsetzen können, um noch mehr Seiten zu scannen und einzulesen. Der Betrachter einer Webseite freut sich am meisten darüber, wenn sie schnell lädt, noch mehr als jede Software!

Fazit zu Google Alternativen

Am AdSense-Beispiel oben sowie an weiteren Indikatoren wie dem schlechter werdenden Suchergebnis oder der massiven Zunahme von AdWords Werbung, die organische Treffer verdrängt, erkennt man die Notwendigkeit, sich zumindest vorsichtshalber nach Google Alternativen umzusehen. Es gibt jetzt schon in vielen Bereichen bessere Plattformen, die nicht so sammelwütig sind oder wenn doch, dann haben sie wenigstens keine allmächtige Einsicht in unser Surf- und Suchverhalten.

Es wird nicht mehr lange dauern, dann sieht der Suchmaschinenmarkt ganz anders aus, das ist meine These. Warten wir noch das Panda Update ab und schauen, wer diesmal als Verlierer oder Gewinner hervorgeht. Daraus lässt sich schon ableiten, wo der Weg hingehen wird.


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Dr. Klaus Meffert
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Geschäftsführer bei IT Logic GmbH
Der Autor ist Diplom-Informatiker und hat neben seinem Beruf als Organisationsberater zum Doktoringenieur promoviert. Er besitzt über 25 Jahre Erfahrung im IT-Bereich (Software-Lösungen, Apps,Web, Online-Marketing,) ist mehrfacher Buchautor und Autor zahlreicher Fachartikel. Er hilft Unternehmen mit maßgeschneiderten Software-Lösungen und mit besseren Google-Rankings zu mehr Erfolg.
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