Mit Bannerwerbung selbst werben – Anleitung für Dummies

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Wie im vorigen Beitrag zu dieser Reihe geschrieben, lohnt sich Bannerwerbung, um die Bekanntheit einer Marke oder Webseite sehr günstig zu erhöhen. Die Chance auf Conversions besteht zusätzlich. Eine Anleitung für Einsteiger, wie man Banner erstellt und als Werbemittel einsetzt.

Bannerwerbung

Vorteile von Bannerwerbung

Vorab: Der Banner oben wurde von mir selbst erstellt, ich bin kein Grafiker oder Designer, man kann sogar sagen, mir fehlt das Talent für künsterlische Gestaltung. Weiter unten mehr dazu, wie man solche Banner erstellt.

Google AdWords ist eine Werbeform, die nach Klicks abgerechnet wird. Das bedeutet, der Advertiser, also der Bewerbende muss pro Klick mittlerweile viel Geld an Google zahlen, dafür dass seine Werbung eingeblendet und geklickt wird. Oft wird pro Klick über ein Euro fällig, je nach dem, wie stark die Konkurrenz für ein Keyword ist.

Mit wenige Budget viel Erfolg

Bannerwerbung verfolgt einen anderen Einsatz: Der Advertiser zahlt nicht pro Klick, sondern pro Einblendung. Abgerechnet wird das über den Tausend-Kontakt-Preis, kurz TKP. Üblicherweise liegen die Kosten pro tausend Einblendungen im niedrigen Cent-Bereich. Banner eignen sich also hervorragend für das Onlinemarketing, um mit sehr wenig finanziellem Einsatz die Reichweite, also Bekanntheit einer Marke oder Webseite zu steigern.

Passgenaue Formate

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil sind die zahlreichen Bannerformate, die dem Advertiser zur Verfügung stehen. Die Formate werden in Pixeln gemessen, die Angaben beziehen sich auf die Breite und die Höhe eines Banners, der immer rechteckig ist (mit Ausnahme von Spezialformaten). Das sind die populärsten Formate in der Bannerwerbung, zusammen mit der Bezeichnung, die sich dafür durchgesetzt hat:

  • Fullsize Banner: 486×60
  • Leaderboard: 728×90
  • Skyscraper: 120×600
  • Wide Skyscraper: 160×600
  • Maxi: 640×480
  • Billboard: 800×250
  • Medium Rectangle: 300×250
  • Promobox (MMA Banner): 300×150
  • Half Banner: 234×60
  • Half Page: 300×600

Zum einen bieten diese zahlreichen Formate unterschiedliche Flächengrößen an, aus denen der Werbekunde auswählen kann. Je nach intendierter Botschaft bzw. gewünschter Bildgewalt kann ein passendes Format gewählt werden. Zum anderen bieten die verschiedenen Seitenverhältnisse auch den Publishern, also denjenigen, die die Werbung über Affiliate Programme einblenden, mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

Man darf nicht den Fehler machen und meinen, das größte Bannerformat sei das beste für den Advertiser. Natürlich sticht es am besten aus dem Content einer Website heraus. Allerdings muss der Werbekunde dann auch öfter für Einblendungen zahlen, denn je größer die Werbefläche, desto eher wird sie auch als eingeblendet gezählt (oft nämlich schon, wenn nur ein Teil davon sichtbar ist).

Man braucht hierfür logischerweise zuerst ein brauchbares Malprogramm. Ich kann nur Adobe Photoshop empfehlen. Es gibt bereits sehr günstig ältere Versionen dieses Malprogramms, das sich in jedem Fall bestens für eine solche Design-Aufgabe eignet.

Nachdem man sich für eine Größe für den Banner entschieden hat, legt man ein leeres Bild im Zeichenprogramm an, das die entsprechende Abmessung in Pixeln hat.

Bei der Gestaltung von Texten sollte man die Fähigkeiten des Malprogramms nutzen und Schatteneffekte, Texturen und ähnliches ausprobieren. Auch das Nutzen unterschiedlichen Farben innerhalb eines Textes macht durchaus Sinn. Beispielsweise rot benutzen, um das Schlüsselwort hervorzuheben o.ä.

Professionelle Bilder und Piktogramme verwenden

In keinem Banner sollte ein hochwertiges Piktogramm oder Minibild fehlen. Hier kann ich nur empfehlen, sich einen kostengünstigen Account bei Fotolia zu besorgen. Das Pikogramm ganz oben im Banner auf dieser Seite (Google Testsieger) stammt von Fotolia. Sowas würde man kaum als kostenfreies Bild irgendwo finden und schon gar nicht kriegt das ein Design-Laie so hin.

Call to Action nicht vergessen

Im genannten Testsieger-Banner ist rechts ein Mauszeiger mit einem angedeuteten Klickpunkt zu sehen (roter Kreis). Das halte ich für sehr wichtig, damit der Banner nicht wie ein statisches Bild zum Anschauen aussieht, sondern den Leser zum Anklicken auffordert. Auch die Formulierung des Textes wirkt sich auf die Klick-Bereitschaft aus, er sollte eine Aufforderung enthalten und direkt zur Sache kommen.

Bei kleinen Bannergrößen muss man sowieso prägnant sein, da gar kein Platz für Ausschweifungen vorhanden ist.

Hintergrundfarbe

Die meisten Webseiten haben wohl einen hellen oder gar weißen Hintergrund. Da ich zudem den Banner auf ERFOLGSREZEPTE ONLINE einblende, wo der Hintergrund mir bekannt ist (nämlich weiß), habe ich diese Farbe als Hintergrundfarbe gewählt. Designer haben hier mehr Möglichkeiten, wenn sie den gesamten Banner mit grafischen Elementen ausfüllen können.

Werbebotschaft

Damit meine ich eigentlich, wie stark die Marke herauskommt, die hinter dem Banner steht. Leider hatte ich das bei meinem Entwurf nicht berücksichtigt, was aber aufgrund des geringen Budgets von insgesamt 50 Euro (5 Euro maximales Tagesbudget) nicht so bedeutend war. Was in meinem Testsieger-Banner fehlt ist die Angabe des Unternehmensnamens. Zugegeben, es ist schwierig, diesen noch auf einer so kleinen Fläche unterzubringen. Jedenfalls kann man keine Steigerung der Popularität einer Marke durch Reichweitenwerbung erreichen, wenn der Markenname fehlt. Die nächste Bannerversion wird ihn enthalten 😉

Im nächsten Beitrag zu dieser Reihe zeige ich, wie und wo man am besten Bannerwerbung bucht. Bis dahin viel Spaß beim Erstellen einer eigenen Bannerwerbung!


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Dr. Klaus Meffert
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Dr. Klaus Meffert

Der Autor ist Diplom-Informatiker und hat neben seinem Beruf als Organisationsberater zum Doktoringenieur promoviert. Er besitzt 30 Jahre Erfahrung im IT-Bereich (Software-Lösungen, Apps, Web, Online-Marketing, IT-Beratung) ist mehrfacher Buchautor und Autor zahlreicher Fachartikel. Er hilft Unternehmen mit maßgeschneiderten Software-Lösungen und mit besseren Google-Rankings zu mehr Erfolg.
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