Alexa Skills: Namen finden, die von Amazon akzeptiert werden

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Eigene Skills für Amazon Alexa zu erstellen ist ziemlich einfach. Einen passenden Namen für seine Alexa Skill zu finden, ist ähnlich kompliziert wie einen guten Domänennamen zu ergattern. Erschwerend hinzu kommt, dass Amazon viele Skill-Namen nicht akzeptiert.

amazon alexa

Was ist eine Alexa Skill?

Eine Skill ist eine Funktion, die entweder ohne Interaktion statische Inhalte zurückgibt oder mit dem Anwender per Sprachsteuerung interagiert und Antworten liefert. Statt Antworten können Skills auch Aktionen ausführen, etwa ein Taxi bestellen oder ein Produkt auf Amazon bestellen.

Was ist Amazon Echo?

Amazon Echo ist das oben abgebildete zylinderförmige Gerät. Es besteht aus mehreren Mikrofonen, um Deine Spracheingaben verstehen zu können. Außerdem besitzt es einen Lautsprecher, der den größten Teil der Fläche einnimmt.

Der günstigere Bruder von Amazon Echo heisst Echo Dot. Eine Abbildung ist ganz am Ende dieses Beitrags zu sehen. Dot kann alles, was Echo auch kann, nur dass der Lautsprecher kleiner ist. Allerdings kann an Dot eine externe Stereoanlage angeschlossen werden, was ich unbedingt empfehle. Schließlich kann Alexa auch Musik abspielen, etwa mit dem Befehl: Alexa, spiele Florian Silbereisen. Bitte diesen Befehl nicht geben, lieber AC/DC 😉

Wie wird eine Skill erstellt?

Normalerweise steht diese Möglichkeit nur Programmierern offen. Amazon bietet zwar ein SDK für Node.JS an und auch eine Cloud-Plattform zum Hosten der Skill-Codes. Anhand des vorigen Satzes kann man aber schon erkennen, dass die meisten ihn nicht verstehen werden. Tools zum visuellen Erstellen von Skills gibt es sehr wenige. Und wenn, dann können damit nur einfache, meist sinnfreie Projekte erstellt werden.

Daher muss man schon Entwickler sein oder zumindest technisches Verständnis sowie eine gute Anleitung finden und Zeit mitbringen, um eine Funktion für Echo oder Echo Dot zu erstellen.

Bevor eine Skill programmiert wird, muss sie deklariert werden. Das ist ziemlich einfach, wie folgendes Bild zeigt:

Wie wird eine Skill ausgeführt?

Ganz einfach, indem zuerst das Aktivierungswort Alexa gesagt wird und danach eine Aufforderung zum Ausführen einer bestimmten Skill. Diese Aufforderung spricht man aus durch Verwenden eines Verbs wie frage oder öffne.

Ein Beispiel: Alexa öffne Ausflug planen ruft den Ausflugsplaner tripango auf.

Durch Sprachbefehle kann man die Funktion wie eine App benutzen, nur dass man statt eines Touch Screens oder einer PC-Maus die Sprache benutzen muss. Viele Skills zeigen übrigens auch auf der Amazon App, die für Alexa auf einem Smartphone installiert werden muss, Informationen an. Die Darstellung erfolgt über sogenannte Cards. Eine Card besteht aus einem Titel, einem Fließtext sowie einem optionalem Bild. Links werden in Cards aktuell nicht unterstützt.

Viele Skills haben keine Optionen. Sie werden aufgerufen und liefern ein Ergebnis zurück. Eine Sprachsteuerung ist nicht möglich oder notwendig. Hier ein Beispiel:

Was sind gute Alexa Skills Namen?

Wenn im folgenden von Namen gesprochen wird, sind Aufrufnamen oder Invocation Names gemeint. Das, was im Alexa Skill Dashboard als Name bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit eine reine Beschreibung. Weiter unten gibt es einen Screenshot dazu.

Ein guter Name ist prinzipiell jeder, den sich Benutzer leicht einprägen und zudem gut aussprechen können. Amazon hat allerdings andere Kriterien als diese. Das hat auch Gründe, denn ähnlich wie in der Suschmaschinenoptimierung ist von Google auch nicht alles erlaubt, was Sinn macht.

Meine Empfehlung: Namen zuerst generisch halten, dann einreichen und bei Ablehnung neuen Namen ausprobieren. Man sollte sich ab dem dritten Versuch Gedanken machen, ob man auf dem richtigen Weg ist. Die Reviewer bei Amazon werden sicher nichts gegen einen vierten Versuch haben, aber bei zehn Versuchen wird es sicher langsam Probleme geben.

Welche Anforderungen stellt Amazon?

Amazon hat eine Checkliste mit Kriterien veröffentlicht, wie ein Skill-Namen gestaltet sein soll. Gefordert wird ein Name, der aus mindestens zwei Wörtern besteht. Das ist schon ganz einfach, etwa wenn es um ein Wörterbuch geht. So wurde auch eine Skill mit dieser Funktionalität genehmigt, die mit wörter buch benannt ist.

Eigentlich widerspricht das einer anderen Regel, nämlich dass Namen nicht zu allgemein gehalten sein sollen. Ob Wörterbuch oder wörter buch, ist, sprachlich gesehen, keinerlei Unterschied.

Artikel wie der, die oder das zählen gemäß Amazons Richtlinien nicht als Wort.

Ein Invocation Namen wird immer klein geschrieben. Auf Ebene der Sprache spielen Großbuchstaben sowieso keine Rolle. Man muss sich darum also keine Gedanken machen.

Welche Namen sind verboten?

Im Gegensatz zu den eben genannten Richtlinien, die anscheinend Ausnahmen erlauben, gibt es harte Ablehnungsgründe. Man darf seine Skill nicht so nennen, dasss Urheberrechte verletzt werden. Firmennamen sind also tabu. Auch der der Name nicht verwirrend sein oder zu spaßig klingen (ein Nörgelgenerator brauchte mehrere Versuche für die Liste der Skills).

Im Amazon Skills Shop gefunden werden

Der Nutzer kann nicht nur durch Skills browsen und sie über deren Namen finden. Beim Anlegen einer Skill kann der Entwickler Keywords angeben. Hier ein Beispiel:

Man sollte mindestens acht Schlüsselworte eingeben. Weniger davon führen zu weniger Treffern und wesentlich mehr könnten von Amazon abgestraft werden. So wie beim SEO für Webseiten eben.

Die Kurzbeschreibung der Skill ist ebenfalls ein wichtiges Marketing-Instrument. Sie heißt bei Amazon zwar Name, ist aber eine reine Beschreibung:

Dieser Name darf bis zu 50 Zeichen lang sein. Man sollte versuchen, relativ nahe an die 50 Zeichen ranzukommen.

Der Invocation Name, also der Aufrufname, ist das, was weiter oben in diesem Beitrag beschrieben wurde. Übrigens erlaubt Amazon die Vergabe von doppelten Aufrufnamen für Skills. Das bedeutet, es darf mehrere Skills verschiedener Entwickler geben, die denselben Skillnamen haben. Auch ähnliche Namen, die sich nur durch Leerzeichen unterscheiden, sind möglich.

Hier gibt es gute Skills und Inspirationen für eigene Skills.

Fazit

Aktuell ist es noch zu früh, um fundierte Aussagen zu machen. Amazon hat Echo erst vor kurzem für den deutschen Markt freigegeben. Zum Zeitpunkt dieses Artikels betrug die Lieferzeit für Neugeräte 7 Tage.

Dass Amazon bis vor Kurzem eher auf Masse statt Klasse setzte, sieht man auch daran, dass einige Skill-Namen entweder aus nur einem Wort bestehen (was laut Regeln nicht erwünscht ist). Oder dass einige Skills tatsächlich nur Schrottwert haben oder es mehrere Skills gibt, die das gleiche tun, sich in der Schreibweise aber nur um einen Buchstaben unterscheiden (Singular und Plural). Wer einen Namensfinder für Babynamen braucht, wird wohl nicht auf Alexa zurückgreifen. Das Vorlesen von 500 Einträgen könnte ansonsten ermüdend sein.

Zahlreiche Skills sind allerdings so gut, dass es richtig Spaß macht, sich mit Echo zu unterhalten. Ich bin sicher, dass Amazon das jetzt schon gute Produkt noch verbessern wird. Nichts ist leichter zu erweitern als Software. Daher gilt meine Empfehlung Amazon Echo. Ich habe mir direkt nach dem Verkaufsstart ein Gerät zugelegt und bin begeistert.

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Der Vollständigkeit halber soll erwähnt werden, dass Google mit Google Home ein Konkurrenzprodukt verkauft. In Deutschland ist Google Home aktuell über den Amazon Shop verfügbar:

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Was sind Deine Erfahrungen mit Amazon Echo? Hast Du sogar schon Google Home im Einsatz?

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Dr. Klaus Meffert
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Dr. Klaus Meffert

Der Autor ist Diplom-Informatiker und hat neben seinem Beruf als Organisationsberater zum Doktoringenieur promoviert. Er besitzt 30 Jahre Erfahrung im IT-Bereich (Software-Lösungen, Apps, Web, Online-Marketing, IT-Beratung) ist mehrfacher Buchautor und Autor zahlreicher Fachartikel. Er hilft Unternehmen mit maßgeschneiderten Software-Lösungen und mit besseren Google-Rankings zu mehr Erfolg.
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