Affiliate Marketing: Maximaler Erfolg mit zielgerichteter Werbung

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten, 2 Sekunden

Wer mit Affiliate Programmen Geld verdienen möchte, etwa als Blogger oder Webseiten-Betreiber, sollte die profitabelsten Netzwerke wählen und einige wichtige Dinge beachten.

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Was ist Affiliate Marketing?

Unter einem Affiliate Netzwerk versteht man eine Plattform, die einen Werbekunden und einen Werbetreibenden zusammenbringt. Der Werbekunden wird auch als Advertiser oder Merchant bezeichnet. Er liefert die Werbung, die auszuspielen ist. Das geschieht meist in Form von Bannern, Flash Links oder Textwerbung. Das Gegenstück ist der Publisher, also wahrscheinlich Du, sonst hättest Du diesen Artikel wahrscheinlich nicht aufgerufen.

Der Publisher registriert sich beim Affiliate Netzwerk und stellt Werbeflächen zur Verfügung. Dafür bekommt er stets eine erfolgsabhängige Vergütung. Eine Werbefläche wird für Display-Werbung der verschiedensten Art eingesetzt (unten mehr dazu).

Die wichtigsten Vergütungsmodelle sind:

  • Pay per Click (Gegenstück zu Cost per Click CPC): Einnahme wird generiert, sobald ein User auf eine eingeblendete Werbeanzeige klickt
  • Per per View: Meist als Tausend-Kontakt-Preis abgerechnet, bezahlt wird nach Einblendungen
  • Per per Lead: Etwa bei Gewinnspielen, wird dann bezahlt, sobald der Leser seine Adresse einträgt und diese gültig ist (letzteres wird gerne vom Advertisier geprüft). Lead heisst soviel wie anleiten bzw. den richtigen Weg weisen (aus Sicht der Zielseite).
  • Pay per Sale: Du bekommst eine Auszahlung, sobald einer Deiner Site-Besucher auf eine Anzeige klickt und in dem verlinkten Webshop einen Kauf tätigt. Aber auch nur dann, wenn der Käufer die Ware letztendlich auch bezahlt und nicht zurücksendet

Die Provision hängt stark vom Werbenetzwerk ab. Viele bieten dynamische Vergütungsmodelle, auf die der Advertiser Einfluss nehmen kann. Man sieht daher auf Agentur Plattformen wie Zanox, Affilinet oder Belboon recht unterschiedliche Preise für die Vergütung. Teils sogar innerhalb verschiedener Werbemittel desselben Merchants.

Arten von Werbeplätzen

In der Historie des Affiliate Marketing haben sich einige Standardformate herausgebildet, die überwiegend Bannerformate betreffen. Ein Banner ist viereckig und wird demnach durch eine Breite und eine Höhe in Pixeln definiert. Die bekanntesten Formate sind Leaderboard (728×90), Skyscraper (120×160), Wide Skyscraper (160×60) und Full Banner (468×60). Auf Wikipedia gibt es eine gute Übersicht dazu.

Referrer Modelle für Publisher

Al Referrer wird die Domäne bezeichnet, von der aus eine Werbeanzeige angeklickt wurde. Werbenetzwerke werden diese Angaben oft aus. Es gibt zahlreiche Netzwerke, die den Publisher zwingen, pro Domäne eine Werbeplattform anzulegen. Man kann also dann nicht einfach Banner von Domäne A auf Domäne B einblenden. Das geht zwar schon, aber dann bekommt der Publisher kein Geld vom Affiliate Netzwerk bzw. der Agentur!

Seltener, aber auch in relevantem Umfang vorhanden, ist die Form, dass man eine eindeutige Identifikation erhält und diese als URL-Parameter anhängt. Dann ist es egal, von welcher Webseite der Traffic kam und man muss insbesondere bei einem Domain-Umzug keine weiterem Nacharbeiten vornehmen!

Mobile Marketing

Seit Beginn des Siegeszuges der mobilen Endgeräte bzw. Smartphones und Tablets im Android und iOS Bereich sind mobile Ads immer beliebter geworden. Viele User nutzen eben lieber ihr iPhone, iPad oder Samsung Galaxy Smartphone, um sich mobile Webseiten anzusehen. Einige Anbieter liefern hierfür entweder HTML-Codes, die über WebViews eingebunden werden oder native Werbung, die pro Plattform neu zu integrieren ist.

Spezialformen von Affiliate Marketing

Klassische Affiliate Werbung geht über Banner oder Textlinks. Textlinks sind einfach Texte, die der Webmaster oder Blogger selbst vorgibt und dann mit einem Affiliate Link verknüpft. Über diese beiden Maßnahmen hinaus gehen Angebote wie das von Nativendo. Dieser Anbieter blendet eine als Inhalt daherkommende Werbung ein. Diese ist auch als solche gekennzeichnet, entspricht aber in ihrem grundsätzlichen Aussehen dem der einbindenden Website (Hintergrundfarbe, Schriftart usw.). In einer Variante wird sogar ein Textbeitrag innerhalb der originären Webseite geöffnet, so dass man ad hoc meinen könnte, es handele sich um realen Content aus dem aktuellen Blog.

Daneben gibt es noch Affiliate Agenturen wie Plista, die eine Art Liste mit weiteren Artikeln zum aktuellen Blog-Beitrag anzeigt. Diese Liste enthält interessanterweise sowohl Originalbeiträge aus dem Blog als auch Werbelinks, die natürlich wiederum als Werbung gekennzeichnet sind. Solche Plattformen sind hinsichtlich der Provision oft lukrativer als die alteingesessenen wie Zanox oder Belboon, die eher für besucherstarke Seiten lukrativ sind, weil sie viele Lead und Sale Modelle anbieten.

Fallstricke beim Affiliate Marketing

Wie oben schon geschrieben, muss man unbedingt darauf achten, die richtige Domäne im Affiliate Netzwerk zu hinterlegen und nur Bannercodes, die für exakt diese Domain bereitgestellt werden, auch zu verwenden. Bei einem Domänenumzug sollte man schnellstmöglich die Werbelinks abändern, sonst bedeutet das kostenfreie Werbung, und das nützt in diesem Fall am meisten dem Affiliate Netzwerk, das somit eine kostenfreie Beteiligung am Partnerprogramm von Dir geschenkt bekommt!

Thema einer Seite und Sprache

Manche Affiliate Partnerprogramme sind auf bestimmte Inhalte beschränkt. Es versteht sich fast von selbst, dass gewaltverherrlichende Sites keine Chance haben sollten.  Aber auch die Sprache oder das Grundthema einer Webseite oder eines Blogs sind gelegentlich ein Kriterium. Viele Advertiser wollen ihre Werbebanner nur auf Deutschen oder auch nur auf amerikanischen Webseiten eingeblendet wissen!

Betrugsversuche

Man sollte sich davor hüten, Anzeigen die nach Klicks vergütet werden, selbst anzuklicken. Das bekommen die Affiliates schnell mit und sperren einen. Da man bis dahin meist noch nicht den Mindestbetrag für eine Auszahlung erreicht hat, fällt der bisherige Werbeumsatz ins Loch. Das gleiche gilt für den dutzendfachen Aufruf einer Seite, die Werbung enthält, welche nach Impressionen vergütet wird. Allerdings lässt sich das manchmal nicht vermeiden, etwa wenn man als WordPress Admin gerade neue Dinge ausprobiert oder ein anderes Thema ins rechte Licht rücken möchte. Man sollte auch nie die Tracking-Codes manipulieren, da es erstens keinen guten Grund dafür gibt und es zweitens schnell entdeckt wird!

AdSense und AdWords

Bei Google AdWords sollte man sehr vorsichtig sein. Ich rate jedem, sich als Publisher andere Möglichkeiten zu suchen. Denn Google sperrt schnell mal ein AdSense Konto ohne Begründung, ohne trifftigen Grund und das auf Lebenszeit.

Werbung und Inhalte synchronisieren

Ideal ist es, wenn ein Werbeplatz ein Produkt oder eine Dienstleistung bewirbt, welches auch zum Inhalt des aktuellen Artikels, oder im Falle eines E-Commerce Shops zum Produktkontext passt. Es wäre eine schlechte Idee, auf einer Tierschutzseite für Rattengift zu werben…

Die Performance tracken

Mit der Zeit, also nach ein paar Monaten, sollte man ein Gefühl dafür entwickeln, welche Werbeformen, Werbekanäle und Banner profitabel sind und welche nicht. Man möchte schließlich maximal daran verdienen, denn das liebe Geld ist der Hauptgrund für den ganzen Aufwand. Eine Monitoring der Performance ist also regelmäßig angebracht. Dazu einfach die Statistiken der Werbenetzwerke ansehen. Bietet eines nur Sales-basierte Bezahlung an und konnte innerhalb von Monaten keine Sales generiert werden, sollte man sich einen lohnenderen Partner suchen

Expertentipp

Klar, dass guter Content die Voraussetzung für Erfolg ist, auch im Falle des Affiliate Marketing. Man sollte versuchen, damit  so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu erreichen und im Idealfall selbst von Werbetreibenden bzw. Unternehmen, die ihre Produkte an den Kunden bringen möchten, kontaktiert zu werden. Dafür empfehle ich, Vergleichartikel zu schreiben, die den Namen auch verdient haben. Weiterhin sollten diese dann auf sozialen Netzwerken wie Twitter, Google+ und StumbeUpon bekannt gemacht werden, gerne auch mehr als einmal (aber mit entsprechend zeitlichem Abstand). Social Media Marketing ist in jedem Fall eine wichtige und sicher auch notwendige Komponente des Affiliate Marketings. Mache Deine Merchants glücklich und sie werden Dich lieben…

Wie Google tickt

€ 27,00
Wie Google tickt
91.5

Praxiswert

9/10

    Verständlichkeit

    9/10

      Umfang

      9/10

        Preis

        9/10

          Vorteile

          • Insiderwissen aus 1. Hand
          • Amüsant geschrieben
          • Für Optimierer
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          Dr. Klaus Meffert
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          Dr. Klaus Meffert

          Der Autor ist Diplom-Informatiker und hat neben seinem Beruf als Organisationsberater zum Doktoringenieur promoviert. Er besitzt 30 Jahre Erfahrung im IT-Bereich (Software-Lösungen, Apps, Web, Online-Marketing, IT-Beratung) ist mehrfacher Buchautor und Autor zahlreicher Fachartikel. Er hilft Unternehmen mit maßgeschneiderten Software-Lösungen und mit besseren Google-Rankings zu mehr Erfolg.
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